Die Mosella-Dritte verpasste die große Überraschung, schaffte es aber trotzdem dem großen Favoriten aus Trier-Tarforst einen Punkt abzutrotzen.

Ohne Coach Renato De Ritis, der kurzfristig nach Italien reisen musste, zeigten die Schweicher unter Co-Trainer Luca Quare eine starke Leistung. Eine, auf die man laut De Ritis stolz sein kann: „Wir erarbeiteten uns vorab eine Strategie, wie wir gegen einen starken Gegner wie Tarforst spielen wollen. In der ersten Halbzeit investierten wir viel und spielten stark. Wir versäumten es leider in dieser Drangphase scheinbar den Deckel draufzulegen und das 3:0 zu erzielen. Auch in der zweiten Halbzeit verkauften wir uns gut, ließen aber etwas nach. Am Ende können wir mit dem Punkt zufrieden sein, denn damit hätte vorher niemand gerechnet. Nach dem Spielverlauf wäre aber ein Sieg nicht unverdient gewesen. Im Großen und Ganzen können wir unheimlich zufrieden mit unserer Leistung sein. Wir befinden uns noch in einer Lernphase, aber die Jungs machen es super. Darauf können wir wirklich stolz sein.“

Bereits in der zweiten Minute schoss Dennis Franzen die Hausherren am heimischen Winzerkeller in Führung. Die Schweicher hielten den Druck aufrecht, spielten weiter stark auf und legten in der 17. Minute durch Pierre Nospers das 2:0 nach. Die Tarforster Reserve fand nicht ins Spiel und war im Glück, als die Mosella-Dritte bis zur Pause eine Reihe hochkarätiger Chancen ungenutzt ließ. Vergebene Möglichkeiten, die sich rächen sollten, denn nach dem Seitenwechsel wachten die Gäste auf. Der eingewechselte Yahia Elgawady verkürzte in der 59. Minute auf 1:2 und nur 13 Spielminuten später sorgte Philipp Salm für den Ausgleich. In der Folge kamen beide Mannschaften zu weiteren Chancen, die ungenutzt blieben. 

So stand am Ende ein 2:2, mit dem sich Tarforsts Trainer Alexander Becker zufrieden gab: „Unsere erste Halbzeit war katastrophal, da ließen wir alles vermissen: Zweikampfverhalten, Kommunikation und einfache Bälle. Da konnten wir fast froh sein, dass wir nur 0:2 zurück lagen. Nach der Pause waren wir dann deutlich präsenter, hatten auch Chancen, dass Spiel zu gewinnen. Aber auch Schweich kam zu weiteren Möglichkeiten. Von daher können wir mit dem Punkt gut leben.“