Im Spiel des Tages haderte VfL-Trainer Marco Neumann einerseits mit dem Spielglück, andererseits hatten seine Schützlinge einige Topchancen für einen möglichen Sieg fahrlässig ausgelassen.
Es waren gerade einmal fünf Minuten gespielt, da zeigte Schiedsrichter Franz-Josef Rupprecht auf den Elfmeterpunkt. Constantin Philipps hatte bei einem Abwehrversuch den Ball mit der Hand gespielt. Doch das frühe Geschenk nahm der VfL nicht an, weil Felix Finkenberg in Reinsfelds Keeper Luca Thömmes seinen Meister fand. In der 20. Minute haderte der VfL erneut mit dem Spielglück, diesmal traf Nico Franzen nach einem Querpass aus guter Schussposition nur die Latte. Im Anschluss daran übernahm der Bezirksliga-Absteiger aus dem Hochwald das Kommando und hatte in Jannis Jochem und Axel Thomas, der aus 18 Metern mit einem Volleyschuss das Ziel nur um Haaresbreite verfehlte, tolle Möglichkeiten zur Führung. Zwei Minuten vor dem Pausenpfiff war es soweit: Routinier Christian Alt nutzte eine Vorlage von Simon Kolz zur Gästeführung – 0:1 (43.). Der VfL kam mit neuem Schwung aus der Kabine und hatte in Finkenberg die nächste dicke Chance, zu egalisieren. Auch Raul Cosano Kreutzer verpasste das mögliche 1:1, traf erst den Pfosten und scheiterte im Eins-gegen-eins am Reinsfelder Keeper. Doch es kam anders: Als Lukas Marx nur durch ein Foul zu stoppen war, versenkte Spielertrainer Pascal Eli den fälligen Elfmeter humorlos im Kasten der Heiligkreuzer – 0:2 (62.). Der VfL gab sich nicht auf und kam scheinbar noch rechtzeitig zum 1:2-Anschlusstreffer. Tom Kruse hatte nach Vorarbeit von Simon Beiser genetzt (74.). Im Zuge des ständigen Anrennens der Hausherren hatte der eingewechselte Nico Luy in der Nachspielzeit die Möglichkeit, auf 3:1 zu stellen. SG-Trainer Björn Probst sah einen verdienten Sieg seiner Mannschaft: „Wir haben sehr früh einen Elfmeter gegen uns gekriegt, den Luca Thömmes aber glänzend hielt. In den ersten 20 Minuten hat der VfL gut Druck entwickelt, doch Gott sei Dank haben wir die Null gehalten. Vor der Pause sind wir durch Christian Alt in Führung gegangen. Anschließend kam der VfL nur noch zu sporadischen Angriffen, wir hätten aber viel früher auf 2:0 und 3:0 stellen müssen. So ist es nach deren 1:2 nochmals spannend geworden. Die körperliche Robustheit und die Erfahrung in manchen Situationen haben den Ausschlag gegeben. Der VfL hatte einige fußballerisch sehr guter Kicker drin, doch die Mannschaft ist noch sehr jung und unerfahren. Da hatte ich von der Bank mit einem Routinier wie Sven Gaspers nachlegen können. Es war die reifere Spielanlage, die uns zum Sieg verhalf.“ VfL-Trainer Marco Neumann haderte mit der Chancenverwertung. „Es war allein unsere Schuld, dass wir das Spiel nicht gewonnen haben. Chancenverhältnis und Ballbesitz lagen bei uns. Ich denke, dass Reinsfeld das Spiel nicht gewonnen, sondern wir das Spiel verloren haben. Doch im Endeffekt zählt das Ergebnis, es war die schmerzhafteste Niederlage, seit dem ich Trainer beim VfL Trier bin. Reinsfeld war sehr abgezockt und war durch lange Bälle gefährlich.“
Foto: Archiv/Sandra Maes
