„Gegner, mit dem wir uns messen können“

Timo Zeimet – SV Eintracht Trier II

22. September 2022, 08:00 Uhr

11ER: Das Spiel gegen Wasserliesch musste auf den gegnerischen Platz verlegt werden. Was ist der Grund dafür?

Timo Zeimet: Unser Kunstrasenplatz ist momentan gesperrt. Da gibt es Probleme mit dem Granulat, das unter den Schuhen kleben bleibt und nun ausgetauscht werden muss. Wir können deshalb auch momentan nicht im Moselstadion trainieren. Mit Ausweichmöglichkeiten ist es noch schwierig und teils sind wir in die Soccerhalle ausgewichen, da die Plätze der Stadt voll belegt sind. Wir hoffen aber, dass uns der Rasen, der gerade erst frisch gedüngt wurde, bald zur Verfügung steht und wir eine Lösung finden.

11ER: Kommen wir zu wichtigeren Dingen. Mit fünf Siegen und einem Remis ist Ihr Team perfekt in die Saison gestartet. Wie zufrieden sind Sie damit?
Zeimet: Wir sind mit den Ergebnissen schon sehr zufrieden. Wir hatten total gute Spiele dabei und konnten den größten Teil verdient gewinnen. Die Saison spiegelt bisher unser Training wider. Die Trainingsbeteiligung ist super und trotz der vielen Neuzugänge haben wir schon eine super Kameradschaft im Team. Das war Christian Steinbach und mir aber auch wichtig. Wir wollten Spieler finden, die charakterlich passen, nach dem Training auch mal länger bleiben und Lust haben, im Team Zeit zu verbringen. Das merkt man der Mannschaft an.

11ER: Der einzige kleine Ausrutscher war das 4:4 gegen den SV Trier-Olewig. Wie kam es dazu?
Zeimet: Erstens hatte Olewig einen guten Tag erwischt und zweitens hätten wir, wenn wir unsere Chancen konsequent genutzt hätten, auch gewinnen können. Nachdem wir das Spiel auf 4:3 gedreht hatten, stellten wir uns nicht clever genug an und schafften es deshalb nicht, das Ergebnis über die Zeit zu bringen. Die Saison ist noch lang und mit Rückschlägen müssen wir rechnen. Wobei ich ein Unentschieden gegen einen starken Gegner auch nicht wirklich einen Rückschlag nennen würde.

11ER: Im Vergleich zu anderen zweiten Mannschaften ist der Unterschied zwischen Regionalliga und B-Klasse riesig. Mit der A-Jugend verfügt die Eintracht aber auch über einen hochklassigen Unterbau. Wie gestaltet sich das Verhältnis zwischen erster und zweiter Mannschaft sowie der A-Jugend?
Zeimet: Da der Sprung so groß ist, legt der Verein viel Wert darauf, unsere Mannschaft voranzubringen. Wenn wir ein richtiger Unterbau sein wollen, müssen wir mindestens in der Bezirksliga spielen. Es gilt deshalb, den damaligen Fehler, als die Mannschaft abgemeldet wurde, in den nächsten Jahren wiedergutzumachen. Unsere A-Jugend spielt in der Bundesliga, was sehr stark ist. Dennoch sehe ich, dass es einen gewissen Unterschied zum Seniorenfußball gibt, an den sich die Jugendspieler erst gewöhnen müssen. Es muss und soll auch das Ziel der zweiten Mannschaft sein, diesen Spielern eine Anlaufstation zu bieten. Sie könnten dann ein, zwei Jahre bei den Senioren Erfahrung sammeln, wenn sie nicht gleich den Sprung in die erste Mannschaft schaffen. Das sind auch die Ziele des Vereins und deshalb werden wir von unserer ersten Mannschaft und der A-Jugend unterstützt. Spieler, die bei ihnen nicht so viele Einsatzzeiten bekommen, können bei uns spielen. Gegen Hochwald II hatten wir beispielsweise zwei Spieler aus dem Kader der Ersten und zwei aus der A-Jugend dabei. Das ist auch weiterhin so geplant.

11ER: Im nächsten Spiel wartet der SV Wasserliesch, der wie Ihre Mannschaft noch ungeschlagen ist. Mit was für einem Spiel rechnen Sie beim Tabellenvierten?
Zeimet: Ich rechne mit einem guten Gegner. Wir haben im letzten Jahr, als wir noch C-Klasse spielten, zwei Testspiele gegen sie gemacht. Da zeigte sich schon, dass Wasserliesch große Qualität und individuell starke Spieler hat. Ich freue mich auf das Spiel, denn es ist ein Gegner, mit dem wir uns messen können. Auswärts müssen wir erst einmal bestehen, doch wir sind gut drauf und ich bin zuversichtlich, dass wir auch dieses Spiel positiv gestalten können.

11ER: Welche Spieler werden am Wochenende nicht zur Verfügung stehen?
Zeimet: Mathis Homburg und Fabrice Schirra sind im Urlaub. Bei Mike Richter müssen wir noch das Training abwarten, ob es für einen Einsatz reicht. 

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