„Spieler wissen, worauf es ankommt“

Tim Meurer – SG Wiltingen

18. November 2021, 10:00 Uhr

11ER: Die Hinrunde ist vorüber. Wie lautet das Fazit zur Leistung Ihrer Mannschaft?

Tim Meurer: Im Großen und Ganzen sind wir sehr zufrieden. Mit dem siebten Tabellenplatz hätte vor der Saison keiner gerechnet. Wir müssen dabei ja auch bedenken, wie viele Verletzte wir haben. Von daher sind wir sehr zufrieden damit, wie die Mannschaft es umgesetzt hat. Jeder einzelne Spieler hat sich die längere Pause in zwei Wochen verdient.

11ER: Auf dem siebten Tabellenplatz steht man sehr gut da. Dennoch sind die Abstände in den Keller gering. Wie schätzen Sie die aktuelle Lage ein?
Tim Meurer: Wir sind mit unserem Platz zufrieden, aber ausruhen dürfen wir uns darauf absolut nicht. Jeder einzelne Punkt wird wichtig sein, um die Klasse zu halten. Es sind nur fünf Punkte zu den Abstiegsplätzen und wir haben in diesem Jahr und auch nach der Winterpause ein schweres Programm vor der Brust.

11ER: Zu Beginn des neuen Jahres warten einige der direkten Konkurrenten. Entsprechend wichtig könnten vor der Winterpause Punktgewinne werden. Was ist Ihre Zielsetzung für die kommenden Partien gegen Wasserliesch und Pellingen?
Tim Meurer: Ich bin kein Freund davon zu sagen „wir stellen uns nur hinten rein, damit wir nicht abgeschlachtet werden“. Unser Ziel ist es, in jedem Spiel Punkte mitzunehmen. Es hätte uns auch keiner zugetraut, gegen Nittel zu gewinnen und da hatten wir auch nicht alle Mann an Bord. Da haben wir in einem anderen System gespielt, das wir auch in den nächsten beiden Spielen nutzen werden. Wir wollen erst die Null halten, denn vorne haben wir Spieler, die Tore schießen können. Sechs Punkte gegen Wasserliesch und Pellingen ist vielleicht unrealistisch, aber zwei bis vier würde ich am liebsten mitnehmen.

11ER: In den vergangenen Wochen stabilisierte sich Ihre Mannschaft und kassierte weniger Gegentore. Wo liegen die Gründe hierfür?
Tim Meurer: Wir trainieren die Defensive und Kompaktheit mehr und alle Spieler wissen, worauf es ankommt. Das neue System funktioniert gegen sehr gute Gegner besser für uns. Wir wollen erst kompakt stehen und gut in die Zweikämpfe kommen. Halten wir die Null, bekommen wir auch irgendwann unsere Chancen. Wir haben es in den letzten Wochen wirklich gut gemacht. Gegen den VfL haben wir dieses System auch ausprobiert, doch da hat Ahmed Boussi den Unterschied gemacht. Die Spieler, die uns am Wochenende zur Verfügung stehen, werden es gut machen und geschlossen als Mannschaft auftreten.

11ER: Nun wartet erneut der SV Wasserliesch. Wo sehen Sie die Stärken des kommenden Gegners?
Tim Meurer: Wasserliesch hat eine sehr starke Offensive und mit Philip Seer einen klasse Zehner und Spielmacher mit Wiltingener Vergangenheit. Auch Picko und Mainzer, mit dem die Defensive sicher steht, sind sehr gut. Mit Beuel, der von uns nach Wasserliesch gewechselt ist, haben sie auch im Tor eine Granate. Sie haben sehr gute Einzelspieler, funktionieren aber als Team. Das Hinspiel haben wir mit 0:5 verloren. Da mussten wir leider Guthmann verletzt auswechseln, der bis dahin sehr gut gespielt hatte. Wir mussten im Spiel noch mehrmals verletzungsbedingt wechseln und fanden einfach nicht rein. So kam es dann nach der Pause zu vier Gegentoren in 20 Minuten. Damals haben wir noch nicht in unserem neuen System gespielt. Deshalb bin ich fest davon überzeugt, dass wir es Wasserliesch dieses Mal nicht so einfach machen werden.

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