Mit jeweils sieben Punkten auf dem Konto liegen die SG Thomm und der SV Bekond gleichauf. Das dürfte sich an diesem Spieltag ändern, wollen die Thommer doch ihre Heimsieg-Serie weiter ausbauen. Gibt der SV Bekond am Samstagabend den Spielverderber?

Wenn man Absteiger SG Thomm in der noch jungen Saison eines nicht vorwerfen kann, dann langweilige Spiele. Die Vereinten aus Thomm, Osburg, Morscheid und Lorscheid sorgten in ihren beiden Heimspielen für Schützenfeste, als man zum Auftakt den SV Farschweiler mit 9:1 schlug und am dritten Spieltag ein 8:0 gegen den SV Trier-Olewig nachlegte. Auch auswärts bot die SGT beste Unterhaltung, wenngleich weniger erfolgreich. So verlief das erste Gastspiel beim SV Trier-Irsch II alles andere als nach Plan: Die Thommer verschliefen die erste Hälfte, schafften es im zweiten Durchgang nicht mehr, den 0:3-Rückstand aufzuholen und verloren am Ende mit 2:3. Auch im zweiten Auswärtsspiel bei der SG Hermeskeil blieb der Erfolg aus. Und das, obwohl man zwischenzeitlich mit 2:1 führte und ab der 53. Minute einen Mann mehr auf dem Feld hatte. Der Saisonstart ist mit sieben Punkten aus vier Spielen keinesfalls schwach, hätte aber entsprechend besser ausfallen können. 

Die gute Nachricht: An diesem Wochenende steht das dritte Heimspiel an, indem man sich erneut die Siegpunkte sichern und das Konto auf zehn Zähler aufstocken möchte. Gelingt das, festigt man den derzeitigen dritten Tabellenplatz – eine Platzierung, die nach der zurückliegenden Saison eine Wohltat für die Thommer sein sollte. Zumal die SGT bisher zeigte, dass man die neue Herausforderung annimmt und sich schnellstmöglich in der unbekannten Klasse stabilisieren wie etablieren möchte.

Die Position festigen und die bisherigen Leistungen bestätigen will auch der SV Bekond. Unter dem neuen Trainer Andreas Kiemes hat der SVB den vermeintlichen „Umbruch“ gut verkraftet. Denn wenn Lücken entstanden seien, hätten nun andere Spieler die Chance, sie zu füllen. Und die Möglichkeit, sich zu präsentieren, sowie das Vertrauen, die vorgegebene Position auszufüllen, will Kiemes jeden Spieler spüren lassen. Zwar habe der neue SVB-Coach eine Spielphilosophie, doch der Fokus liege ebenso auf dem Teamzusammenhalt sowie der Identifikation mit der Mannschaft und dem Verein. Eine Marschroute, die bisher positive Ergebnisse hervorbrachte. So unterlagen die Bekonder bisher nur der SG Hermeskeil (0:3). Eine Niederlage, die keine Panik auslöste, wie der folgende 5:1-Erfolg gegen die SG Gusenburg bewies. Das bestätigt auch die Punkteausbeute von sieben Zählern, dank derer man mit dem kommenden Gegner gleichauf liegt. Ein Umstand, der sich im direkten Duell ändern könnte, denn weder Thomm noch Bekond werden am Samstagabend auf Unentschieden spielen und stattdessen den Konkurrenten hinter sich lassen wollen.

Will der SV Bekond das Duell in Osburg für sich entscheiden, wird es auf defensive Stabilität ankommen. In den bisher vier Saisonspielen kassierte der SVB sechs Treffer, spielte kein Mal zu Null. Gerade auswärts bei dem derzeit offensivstärksten Team der Liga (21 Treffer) darf man sich jedoch keine Aussetzer leisten – dies bekamen schon Farschweiler und Olewig zu spüren. Das Problem: Die Thommer sind offensiv nur schwer auszurechnen, haben nach vier Spieltagen bereits zehn verschiedene Torschützen zu verzeichnen. Auf die Bekonder wartet eine Mammutaufgabe, die dennoch lösbar ist, wie die Auswärtsauftritte der SGT beweisen. Abseits des Spielausgangs könnte auch dieses Mal ein unterhaltsames Spiel warten. Und Anteil daran dürften nicht nur die Hausherren, sondern auch die ebenso gut gestarteten Gäste haben.

Osburg, Sa., 07.09., 18.15h