Es ist vollbracht: Der FSV Trier-Tarforst hat die allerletzten Zweifel ausgeräumt und ist nach einem 2:0-Erfolg gegen eine gute Ellscheider Mannschaft vorzeitig zu Titelehren gelangt.




Der damit verbundene sofortige Wiederaufstieg in die Rheinlandliga ist Lohn von neun Monaten, in denen die Tarforster die Liga mehr oder weniger klar beherrschten. Dass der 25. Sieg im 27. Saisonspiel gelang, verwundert niemanden. Auch gegen die Vulkaneifeler dominierte das Team von Erfolgscoach Patrick Zöllner die Partie nach Belieben, auch wenn sich das im Ergebnis nicht ganz so liest. So sahen die knapp 400, meist in Rot angereisten Zuschauer erst kurz nach Wiederbeginn die Tarforster Führung, als Nicola Rigoni eine gut getimte Flanke von Benjamin Arnold per Kopf im Tor von Vincent Baur unterbrachte – 1:0 (48.). Fünf Minuten später reifte bereits die Entscheidung mit dem 2:0. Nach Zuspiel von Elias Heitkötter hatte Felix Stüber einen Flachschuss aus 13 Metern unhaltbar in die Ellscheider Maschen versenkt. In Durchgang eins bewahrte Gäste-Keeper Baur seine Mannschaft vor einem Rückstand. „Es war insgesamt eine super Defensivleistung. Wir haben richtig gut verteidigt. Insbesondere Vincent hat im Tor eine überragende Leistung abgerufen und in der der ersten Halbzeit mehrfach stark pariert. Ein, zwei Situationen hätten wir besser ausspielen können. So muss Benedikt Kaufmann alleinstehend abschließen, anstatt den Ball noch mal querzulegen. Tarforst hat sich den Sieg aber mehr als verdient. Glückwunsch an sie: Tarforst war die mit Abstand beste Mannschaft der Liga und ist zurecht wieder aufgestiegen“, fand Ellscheids Trainer Markus Boos anerkennende Worte in Richtung des neuen Meisters. Trainer Zöllner lobte den gesamten Auftritt der Mannschaft. „Ellscheid hat sich nach Kräften gewehrt. Weil wir bis zur 30. Minute einige glasklare Chancen nicht genutzt hatten, kam ein bisschen Unzufriedenheit auf. Nach dem Doppelschlag nach der Pause war die Sache dann klar. Wir haben danach auch nichts mehr anbrennen lassen, waren über 90 Minuten fokussiert und konzentriert.“ Gegen zwei Uhr nachts sei der Meistercoach nach Hause gefahren. „Die Jungs sind bis weit in die Früh geblieben und einige hatten wohl danach gefragt, wo man einen Frühschoppen abhalten könne. Es wurde gesungen, gelacht und unzählige Videos und Fotos gemacht. Es herrschte eine ausgelassene Stimmung. Die Jungs haben sich den Wiederaufstieg über harte Arbeit verdient und erarbeitet. Alle haben ihren Teil dazu beigetragen – Trainer, Spieler, Funktionäre, Betreuer, die Physios und Fans – dass wir so durch die Liga marschiert sind. Jetzt sind alle nur noch glücklich“, ließ der 51-Jährige das Geschehen noch einmal Revue passieren.

Foto: FSV Tarforst