Wie ein Frühjahrsorkan fegte der SVE II am Sonntagnachmittag auf dem Rasenplatz im Moselstadion über die SG Saartal hinweg – am Ende stand ein für alle Beteiligten unfassbares 13:0.
Der Tabellenführer, der nach wie vor mit der Westeifel-SG aus Daleiden das punktgleiche Führungsduo bildet, erwischte schlicht einen Sahnetag, während bei den Saartalern so gut wie gar nichts ging. Noah Lorenz brachte den SVE bereits nach fünf Minuten in Front. Als Maurice Wrusch und Stas Stepanchenko innerhalb von 45 Sekunden doppelt netzten, stand es nach 21 Minuten schon 3:0. Der Angriffsexpress der Eintracht kannte auch danach keine Grenzen, sodass ein verwandelter Foulelfmeter von Lorenz (36.), das 5:0 von Chris Filipe (39.) und das 6:0 von Fabian Wey (41.) zur Pause das halbe Dutzend vollmachten. Ungebremst setzte sich der Trierer Angriffswirbel auch im zweiten Durchgang fort: Lorenz traf zum 7:0 (48.), Wrusch zum 8:0 (56.) und Daniel Yushkevich (61.) zum 9:0, ehe sich Simon Maurer pünktlich zu seinem 35. Geburtstag mit dem 10:0 das schönste Geschenk selbst bereitete (76.). Die Eintracht blieb auch danach hungrig und legte mit den Toren von Leon Schmid (79.), Lorenz zum Vierten und Moritz Jost, der das 13:0 markierte, einen denkwürdigen Auftritt hin. Klar, dass Eintracht-Trainer Kevin Schmitt mit dem Auftritt seiner Schützlinge vollumfänglich zufrieden war. „Wenn man schon zur Halbzeit mit 6:0 führt gegen eine Mannschaft, die bis dato den besten Angriff stellte, ist das schon überragend. Wir haben da vieles richtig gemacht. Vor allem haben wir die richtigen Entscheidungen im letzten Drittel getroffen. Wichtig war – und das hat mich besonders gefreut – dass wir auch nach dem 6:0 weiter offensiv geblieben sind und Bock hatten, noch mehr Tore zu schießen. Wir haben die Räume gut bespielt und Schoden keine Luft zum Atmen gelassen. Vor allem die Art und Weise, wie wir Fußball gespielt haben und weiter hungrig geblieben sind, hat mich gefreut. Es ist außerdem bemerkenswert, dass wir wieder zu Null gespielt haben. Und das gegen die vormals beste Offensivabteilung der Liga. Großes Kompliment an alle.“ Wie Schmitt betonte, habe man nicht nur drei wichtige Punkte im Titelkampf geholt, sondern auch was für das Torverhältnis getan. Saartals Sportchef Philip Kramp haderte indes mit allem, was an diesem Nachmittag nicht funktionierte: „Die Abwehr war heute deutlich überfordert, sodass die Köpfe nach dem 0:4 bereits nach unten gingen. Zum Schluss war es sicherlich auch eine peinliche Niederlage, weil wir nicht wirklich dagegengehalten haben.“ Es gelte, in der anstehenden Trainingswoche, das Erlebte schnell aufzuarbeiten, die Fehler zu analysieren und die Köpfe wieder frei zu bekommen, blickte Kramp bereits voraus.
