Trotz zweier Platzverweise gab sich der SV Trier-Olewig im Derby nicht geschlagen und drehte letztlich in doppelter Unterzahl das Spiel gegen den Aufsteiger aus Trier-Irsch.
In einer unterhaltsamen Anfangsphase mit Vorteilen für die Gäste traf Maximilian Geib zur Führung der Trier-Irscher (22.). Die Antwort der Olewiger ließ jedoch nicht lange auf sich warten und folgte eine Minute später, als Ivan Polischuk einen Elfmeter zum Ausgleich verwandelte. Die Freude aufseiten der Hausherren währte nur kurz, denn bereits in der 25. Minute sah Oleksandr Pyvovar die Gelb-Rote Karte. Der SVI nutze die Überzahl noch vor der Pause und stellte durch Maximilian Dollwett erneut die Führung her (39.).
Nach dem Seitenwechsel drängte der SVO mit zehn Spielern auf den Ausgleich und erzielte durch Robin Weirich den durchaus verdienten Ausgleich (63.). Olewig blieb am Drücker, sah in der 69. Minute aber eine weitere Gelb-Rote, als Valera Zaika nach wiederholtem Foulspiel das Feld räumen musste. Aufgeben wollten sich die Hausherren aber auch mit neun Mann nicht – ganz im Gegenteil: Weirich verbuchte in der 70. Minute einen weiteren Treffer und stellte die Partie mit dem 3:2 auf den Kopf. Die Irscher Reserve setzte den Olewigern nach dem Rückstand zu wenig entgegen und kassierte trotz doppelter Überzahl durch Polischuk ein weiteres Tor zum 2:4-Endstand (83.).
Ein Derbysieg, über den sich Olewigs Trainer Denys Surma aufgrund der gezeigten Einsatzbereitschaft besonders freuen konnte: „Die erste Halbzeit war Mist von uns, da kamen wir gar nicht ins Spiel und verteidigten hinten zu unkonzentriert. Nach dem zweiten Platzverweis konnten wir das Spiel dann noch mit neun Mann drehen. Ich sagte schon in der letzten Woche, dass es das Wichtigste für mich ist, wenn sich die Jungs nicht aufgeben und unbedingt gewinnen wollen. Das zeigten wir heute wieder. Es war zwar nicht gegen Tarforst, aber so ein Sieg im Derby tut trotzdem gut.“
Auf der Gegenseite vermisste Irsch-Coach Sven Becker in einem weiteren Derby den absoluten Siegeswillen: „Trotz der 2:1-Pausenführung und dem Platzverweis für Olewig wussten wir, dass es nicht einfach wird, zu gewinnen und wir kämpfen müssen. Das brachten wir in der zweiten Halbzeit leider nicht auf den Platz. Olewig spielte körperbetont, warf alles rein und wollte es mehr als wir. Wir waren nicht bissig genug und haben den letzten Willen vermissen lassen. So hätten wir dann auch gegen sieben Mann spielen können.“
