Eine Vielzahl an Abschlussmöglichkeiten, aber letztlich keine Punkte: Der SV Trier-Olewig ging gegen willensstarke Pölicher leer aus, die im Hitzespiel trotz langer Unterzahl die Führung verteidigten.
Eine schwache Chancenverwertung sah Denys Surma zwar auch, doch als Grund machte Olewigs Trainer nicht die Fähigkeiten seiner Spieler fest, sondern deren Einstellung: „Wir hatten mehr Chancen als der Gegner, nutzten sie aber nicht. Die Einstellung war heute nicht da und dann hast du es auch nicht verdient, zu gewinnen. Die vergebenen Chancen waren keine fehlende Qualität, sondern einfach eine Frage der Einstellung und Konzentration. Der Gegner machte alles, was er konnte und hatte deshalb verdient zu gewinnen. Unser Kader war diese Woche auch deutlich besser als letzte. Das darf also keine Ausrede sein.“
Dabei erwischten die Hausherren den besseren Start, als Lars Weber nach einer Hereingabe zur Führung einköpfte (16.). Auch den postwendenden Ausgleich durch Pölichs Youngster Samuel Sabo (18.) steckten die Trierer weg und gingen durch Thomas Schad, der nach einem Pfostentreffer goldrichtig stand, erneut in Führung (25.). Wie zuvor ließ die Antwort der Pölicher nicht lange auf sich warten: Nur zehn Minuten nach dem 2:1 glich Jan Junges nach einem Konter zum 2:2 aus. Nach dem Seitenwechsel war es dann erneut Pölichs Sabo, der die Gäste jubeln ließ – 2:3 Pölich (47.). Im Anschluss drängten die Olewiger auf den Anschlusstreffer und erhöhten nach einer Gelb-Roten Karte für Pölichs Linus Roth (67.) den Druck. Pölich hielt jedoch die Null, vergab im Gegenzug über Konter die Entscheidung. Als Lars Weber in der 85. Minute die Rote Karte sah, mussten beide Teams die Partie mit zehn Mann beenden. Tore sollten in dieser Phase allerdings nicht mehr fallen.
Ganz zur Freude von Pölichs Trainer Alex Becker: „Es war eigentlich viel zu heiß, um Fußball zu spielen. Der Schiedsrichter pfiff dann auch zweimal pro Halbzeit zur Trinkpause. Es war deshalb klar und das habe ich meinen Jungs auch gesagt, dass es nur um den Willen geht. Letzten Endes hatten wir dieses Mal das Glück, dass wir gegen Farschweiler nicht hatten, um den Sieg über die Zeit zu bringen.“
