Die einen sind in 2026 noch ohne Sieg, die anderen ohne Punktverlust und Gegentor – im Heimspiel gegen den TuS Trier-Euren ist die Irscher Reserve klarer Außenseiter. Kann der Tabellenzehnte den Ligaprimus dennoch ärgern?
Der Klassenerhalt ist zwar bei zehn Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone nicht in Gefahr, doch rosig sieht es beim SV Trier-Irsch II derzeit nicht aus. Die Trierer Reserve verlor alle vier Spiele in diesem Jahr und erreichte mit der 5:1-Niederlage beim ehemaligen Schlusslicht Udelfangen den vorläufigen Tiefpunkt der aktuellen Talfahrt. Die Folge: Von Rang sieben ging es binnen weniger Wochen auf Rang zehn runter, wo man nun bereits drei Zähler hinter den Tabellennachbarn Matthias II und Wasserliesch steht.
Gründe für den Negativtrend lassen sich aktuell nur schwer benennen. Personell fehlen den Irschern Spieler auf wichtigen Positionen, wodurch die Stabilität fehlt. Das zeigt sich vor allem defensiv: 19 Gegentore kassierte die SVI-Reserve in den letzten vier Spielen. Alleine am Personal lässt sich die Schieflage aber nicht festmachen. So sprach Trainer Sven Becker nach der Udelfangen-Niederlage auch den fehlenden Biss in Spiel und Training an. Wollen die Trier-Irscher eine Trendwende hinlegen, muss man dieses Wochenende deutlicher stabiler stehen und alles reinwerfen. Der Grund: Es wartet der Spitzenreiter aus Trier-Euren.
Einen Lichtblick vor dem anstehenden Duell gibt es in der Rückkehr eines Routiniers. So schnürt Tobias Spruck, ehemaliger Spielertrainer der ersten Irscher Garde, seine Schuhe vorerst für die Zweitvertretung. Ein Allheilmittel ist Spruck laut SVI-Coach Sven Becker aber nicht: „Ich bin froh, dass Tobi uns unterstützt und hoffe, dass er uns weiterbringt. Letztendlich bleiben aber unsere personellen Probleme auf bestimmten Positionen bestehen. So fehlt uns unser Innenverteidiger weiter gesperrt.“
Die Eurener präsentieren sich in den vergangenen Wochen im Stile eines Spitzenteams, blieben vier Spiele ohne Gegentor und entschieden auch knappe Partien stets für sich. So steht nach 19 Spieltagen weiterhin ein verdienter erster Tabellenplatz mit einem Drei-Punkte-Polster auf die SG Wincheringen. Einen Freifahrtschein auf einen Dreier gibt es auf dem Irscher Kunstrasen trotz des gegensätzlichen Momentums aber nicht. Immerhin verbuchte der SVI einen Großteil seiner Punkte mit den eigenen Fans im Rücken und bewies schon im Hinspiel, als man nach einer 0:2-Führung 3:2 verlor, dass man den TuS Euren zumindest phasenweise ärgern kann.
Trier-Irsch, So., 12.04., 12.45h
Foto: Archiv/Alfred Weinandy
