In einer Partie mit kurzer Verwirrungsphase feierte der SV Farschweiler einen letztlich deutlichen Erfolg bei Aufsteiger SV Trier-Irsch II.
Nach den Niederlagen gegen die Topmannschaften aus Ehrang und Tarforst setzte der SV Farschweiler seinen Aufschwung fort und feierte nach dem 2:0 in Gusenburg den nächsten Dreier. In Trier-Irsch wartete auf den SV allerdings keine leichte Aufgabe, wie Spielertrainer Lukas Jonas durchblicken ließ: „Irsch startete stark. In der ersten Halbzeit waren sie die bessere Mannschaft, hatten viele Abschlüsse. Wir gingen durch einen Konter in Führung und verteilten dann mit dem Elfmeter – wie so oft – Geschenke. Nach dem Ausgleich hielt unser Torwart glänzend und verhinderte unseren Rückstand. Nach dem Platzverweis spielten wir unsere Überzahl dann aus. Am Ende konnte Irsch auch nur noch zu neunt spielen. Das Ergebnis fällt für mich zu hoch aus für den Aufwand, den Irsch betrieb.“
In der guten Anfangsphase der Trierer schlugen die Gäste eiskalt zu, als Jonas einen Gegenstoß zur Führung des SV Farschweiler abschloss (32.). Bei dieser blieb es allerdings nur fünf Minuten, denn dann glich Sarankan Thuraisingam per Foulelfmeter zum 1:1-Pausenstand aus. Nur drei Minuten nach Wiederanpfiff sorgte eine Gelb-Rote Karte für Irschs Torschützen für Verwirrung auf beiden Seiten. So war Thuraisingam aus Irscher Sicht gar nicht vorbelastet, sondern Mike Becker nach dessen Foulspiel in der ersten Hälfte. Vermeintlich hatte Thuraisingam die Verwarnung für das Ballwegschießen nach Beckers Foul gesehen – da beide zum Zeitpunkt der Verwarnung beieinander standen, war die Verwirrung umso größer.
Letztlich spielte Farschweiler die Überzahl stark aus und legte kurz nach dem Platzverweis Tore durch Jonas (49.) und Peter Braun (50.) nach. Die finalen Tore zum 5:1-Endstand gingen auf das Konto von Kevin Neufing (63.) und des kurz zuvor eingewechselten Alexander Schirra (76.). Für Irschs Trainer Sven Becker war es ein gebrauchter Tag und ein Spiel, in dem die Reaktion auf die Tarforst-Niederlage ausblieb: „Mein Co-Trainer und ich waren beide angeschlagen, mussten aber heute selbst spielen. Ab der 60. Minute waren wir dann wegen eines Platzverweises und eines Verletzten, den wir nicht mehr auswechseln konnten, nur noch mit neun Mann unterwegs. Das Ergebnis fällt zu hoch aus, spiegelt aber irgendwo auch die Trainingsleistung der Woche wider.“
