Überraschung in Trier-Irsch: Eine effektive Irscher Zweitvertretung schlug gegen die SG Thomm dreimal zu und brachte die Führung gegen den favorisierten Absteiger erfolgreich über die Zeit. Es war der erste B-Klassen-Sieg der SVI-Reserve.
Die SG Thomm gab zwar früh den ersten Warnschuss auf das Irscher Tor ab, doch den ersten Treffer landeten die Gäste: Nach Ballgewinn schaltete der Aufsteiger schnell um und fand Marco Döring an der Strafraumgrenze, der zur Führung abschloss (9.). Die Gäste ließen sich davon nicht beirren und drängten auf die schnelle Antwort, die ausblieb. Das rächte sich erneut, denn wieder schlugen die Irscher zu. Dieses Mal war Maximilian Dollwett nach einem Eckball erfolgreich (20). Auch im Anschluss glänzte nur eine Mannschaft mit Effizienz: die Hausherren. Thomm spielte weiter mutig nach vorne und kam zu Abschlussmöglichkeiten, doch nicht zum Anschlusstreffer. Die Irscher Reserve wiederum legte nach und erhöhte durch einen weiteren Dollwett-Treffer zum 3:0-Pausenstand (34.).
Im zweiten Durchgang drehte sich der Wind und die Spielgemeinschaft aus Thomm, Osburg, Lorscheid und Morscheid drehte auch bezüglich der Torausbeute auf. In der 54. Minute traf Jens Heimfarth zum Anschlusstreffer, ehe Alex Hoffmann rund elf Minuten später auf 3:2 verkürzte. Die Gäste drückten weiter, konnten aber in den Folgeminuten keine weiteren Tore folgen lassen. Irsch fand nicht zur anfänglichen Stabilität zurück und suchte sein Heil teils in der Offensive, konnte aber nicht das entscheidende 4:2 herbeiführen. In einer teils wilden Schlussphase sollten trotz beidseitiger Offensivbemühungen keine Tore mehr fallen.
Laut Thomms spielendem Co-Trainer Luca Leonhard hatte man das Spiel ohnehin schon in Hälfte eins verloren: „Wir waren um Spielkontrolle bemüht und hatten gute Chancen, verloren das Spiel aber schon in der ersten Halbzeit. Irsch konnte den Ball gut festmachen und war über die Außen gefährlich. Da waren sie uns in der ersten Halbzeit auch in der Einstellung überlegen, wollten es einfach mehr. Die drei Gegentore waren dann eine zu große Hypothek. Auch weil uns die Effizienz fehlte, die uns noch gegen Farschweiler auszeichnete. Entweder war ein Irscher dazwischen oder ihr Torwart hielt gut – so war leider nichts mehr zu machen.“
