Nach dem Erfolg über die Schweicher Dritte schnappte sich der SV Niederemmel II vor heimischem Publikum erneut einen Dreier. Zum Leidwesen der SG Pölich, die drei Führungen nicht in Zählbares ummünzen konnte.
Bis dato auf dem zweiten Tabellenplatz stehend, fuhr die SG Pölich als Favorit nach Piesport. Dort wurde man zunächst der Rolle gerecht und traf durch Mike Scholer (10.) zur frühen Führung. Die Niederemmeler Reserve steckte aber nicht auf und glich nur sechs Minuten später durch Martin Veit aus. Auch den erneuten Führungstreffer durch Scholer (22.) egalisierten die Hausherren durch Franjo Orsolic (23.) nur eine Minute später. Erst nachdem Pölichs Nick Hank direkt nach dem Seitenwechsel auf 3:2 stellte, blieb eine direkte Antwort des SVN II aus. Geschlagen gab sich der Aufsteiger aber noch lange nicht. So sorgte Lars Leiendecker in der 82. Minute für den dritten Ausgleichstreffer der Niederemmeler. Doch das Spiel ging weiter: In der Nachspielzeit konterten die Hausherren nach einem Pölicher Freistoß. Ein Pölicher Verteidiger klammerte und verursachte so einen Last-Minute-Elfmeter, den Orsolic in der fünften Minute der Nachspielzeit zum 4:3-Siegtreffer des SV Niederemmel II nutzte.
Für den SVN war es der zweite Heimsieg in Folge und einer, den man sich laut Trainer Christian Köhnen erkämpfte: „Unterm Strich war es ein verdienter Sieg, auch wenn am Ende ein bisschen Glück dabei war. Es war ein vogelwildes Spiel mit Gegentoren, die beide Mannschaften hätten verhindern können. Letztendlich haben die Torleute auf beiden Seiten sogar noch ein, zwei Tore verhindert. Ich muss der Mannschaft aber auch so ein Kompliment machen, denn sie hat heute durchgekämpft und sich damit den Sieg verdient.“
Auf der Gegenseite kämpfte Pölichs Trainer Alex Becker mit den Gegebenheiten der Kreisliga: „Niederemmel war weder schlecht noch gut, aber wir passten uns ihnen an. Es war von unserer Seite nicht schön anzuschauen. Auch die Spieler, die normalerweise vorangehen, machten heute zu viele individuelle Fehler. Ein, zwei andere waren noch übernächtigt und mussten mitgezogen werden. So kann man dann eben kein Spiel gegen einen Gegner gewinnen, der kämpft.“
