Dem SV Farschweiler glückte gegen den zuletzt bestens aufgelegten SV Trier-Olewig tatsächlich der angestrebte Coup. Eine Entscheidung fiel jedoch erst in den Schlussminuten der Partie.

„Wir wollten uns auf die defensive Arbeit konzentrieren und Umschaltmomente generieren. Das hat gut geklappt und so hatten wir in der ersten Halbzeit zwei, drei gute Möglichkeiten. Die erste Hundertprozentige vergab ich leider noch, aber durch den Elfmeter konnten wir dann in Führung gehen. In der zweiten Halbzeit erhöhte Olewig den Druck, ohne die glasklaren Chancen zu haben. Bei einem Gegentor hatten wir Glück, dass wegen Abseits zurückgepfiffen wurde. Nach dem 1:1 machte Olewig dann auf und spielte auf Sieg. Wir konnten die Situation ausnutzen und das Spiel noch mal auf unsere Seite drehen“, freute sich Farschweilers Spielertrainer Lukas Jonas über den Sieg seiner Elf. 

Nach einem Foul an Jannik Schmitt verwandelte Farschweilers Spielertrainer den Elfmeter zur Führung seiner Mannschaft (29.). Kurz darauf bekamen auch die Gäste aus Trier einen Elfmeter zugesprochen, doch Rene Weber scheiterte am SVF-Schlussmann Jannik Jonas. Im zweiten Durchgang wachte der SV Trier-Olewig, der drei seiner letzten vier ungeschlagenen Spiele gewann, vollends auf. Der SVO dominierte die Partie und glich aus. Der Treffer wurde jedoch aufgrund einer vermeintlichen Abseitsstellung aberkannt. Die Gäste hielten den Druck dennoch aufrecht und glichen schließlich in der 89. Minute durch Lars Weber aus. Im Anschluss warfen die Olewiger alles nach vorne und spielten mit aller Macht auf den Sieg – eine Taktik, die Farschweiler bestrafte: In der 90. Minute konterte der SVF über Tim Lauer, der auf Kevin Cottez querlegte. Dieser ließ sich die Chance nicht entgehen und schob zum 2:1-Erfolg der Hausherren ein. 

Unzufrieden war Olewigs Trainer Denys Surma mit der Leistung seiner Mannschaft aber nicht: „Wir verschossen einen Elfmeter und ein reguläres Tor wurde wegen Abseits aberkannt. Aber so ist es eben. Die zweite Halbzeit war deutlich besser, auch wenn unser Gegner ein, zwei gute Chancen hatte. Nach dem Ausgleich warfen wir alles nach vorne und wollten unbedingt gewinnen. Ob es am Ende ein Punkt oder keiner wird, ist in unserer Situation egal. Ich bin froh, dass die Jungs bis zum Schluss gekämpft haben. Es ist mir wichtiger als ein Punkt, dass die Mannschaft unbedingt gewinnen wollte und Charakter zeigte.“