In einem turbulenten Derby mit mehreren Führungswechseln und sieben Toren fiel die Entscheidung erst in der Schlussphase.

Nur zwei Minuten waren gespielt, da fing Pölichs Mike Scholer einen Rückpass der Bekonder ab und wurde von diesen im Anschluss durch ein Foul am Torabschluss gehindert. Den fälligen Elfmeter verwandelte Scholer selbst zur Führung der Gäste (2.). Pölich blieb auf dem Gaspedal, verpasste es in der Folge aber durch Samuel Sabo auf 2:0 zu stellen. Bekond kämpfte sich ins Spiel und glich in der 28. Minute durch Mario Trecastro aus. Zehn Minuten später traf Nicolas Schneider per Freistoß zur Führung der Hausherren. Diese hielt jedoch nur rund eine Minute, ehe Scholer mit dem zweiten Elfmeter der Partie für den 2:2-Pausenstand sorgte.

Nach dem Seitenwechsel wechselte auch Führung, als Nick Hank die Pölicher mit 3:2 in Front brachte (63.). Die Partie blieb in der Folge weiter offen, ehe eine turbulente Schlussphase die Entscheidung brachte. In der 80. Minute zeigte der Unparteiische zum dritten Mal auf den Elfmeterpunkt – dieses Mal zugunsten der Bekonder. Philipp Lattig trat an und glich für die Hausherren aus. Schluss war damit noch nicht, denn nur drei Minuten später leistete sich die SGP einen folgenschweren Fehler im Aufbauspiel und kassierte durch Mario Trecastro einen weiteren Gegentreffer zum 3:4-Endstand. 

Für Pölichs Trainer Alex Becker eine entsprechend vermeidbare Niederlage: „Wir fingen gut an, gingen früh in Führung. Wenn wir nach dem 1:0 direkt das zweite Tor nachlegen, geht das Spiel vielleicht anders aus. So kassierten wir das 1:1 und kurze Zeit später das 2:1. In der Halbzeit sprach ich noch an, dass wir die individuellen Fehler im Aufbauspiel abstellen müssen. Das haben wir leider nicht geschafft und die spätere Führung nicht über die Zeit bekommen. Aufgrund der vielen Fehler war es eine vermeidbare Niederlage, aber auch eine, die uns nicht den Boden unter den Füßen wegreißen wird.“

Auf der Gegenseite durfte sich Bekonds Trainer Andreas Kiemes über eine starke kämpferische Leistung seiner Mannschaft und den Derbysieg freuen: „Entscheidend war die Moral meiner Jungs, die mir wirklich imponiert hat. Alle waren heiß auf das Derby und das hat man auf dem Platz gesehen. Es war ein ausgeglichenes Spiel mit allen Facetten eines Derbys.“