Mit sieben ungeschlagenen Spielen im Rücken empfängt die SG Osburg im ersten Heimspiel des Jahres die SG Thalfang/Berglicht. Eine Partie, in der nicht ausgeschlossen ist, dass der wiedererstarkte Vierte dem Tabellenzweiten im Aufstiegsrennen ein Bein stellt.

Für die SG Thalfang/Berglicht ging es nach nur einem Jahr in der A-Klasse zurück in die Kreisliga B. Unter Trainer Jan Kolling spielte die Elf bisher eine starke Saison und liegt verdientermaßen auf Rang zwei. Lange Zeit führte man die B-10 sogar an, ehe die SG Kordel den Spitzenplatz übernahm und diesen mit einem Sieg im direkten Duell Mitte März zementierte. Ein Rückschlag für die Thalfanger, der jedoch nicht gänzlich überraschend kam. Der Grund: die angespannte personelle Lage.

Aufgrund von Ausfällen wechselte die Startaufstellung des Tabellenzweiten in den letzten Wochen, wodurch laut Kolling die „Eingespielheit und einige Automatismen“ verloren gingen. Aber: die „Jungs geben alles, haben die richtige Einstellung und das zählt!“ So gewannen die Thalfanger trotz der schwierigen Lage drei ihrer vier Restrundenspiele und konnten damit Ausfälle wie die der Offensivspieler Andreas Rauen und Michael Rienermann größtenteils kaschieren. Sollte man auch, denn Punktverluste müssen vermieden werden. Der Rückstand auf Primus Kordel beträgt fünf Punkte, der Vorsprung auf Verfolger Züsch, der ein Spiel mehr absolvierte, drei Zähler. Viel Spielraum für Fehltritte gibt es im Saisonendspurt also nicht. Und fest steht zudem: Mit der SG Osburg wartet nun der nächste Gradmesser auf den Zweitplatzierten.

Die Osburger waren jahresübergreifend seit sechs Spielen ohne Punktverlust, ehe man sich vor Ostern die Punkte mit dem SV Bekond teilte. Dabei verpasste man den Sieg jedoch nur knapp, kassierte erst in den finalen Minuten den 3:3-Ausgleich. Die Ungeschlagen-Serie besteht weiterhin und spricht für die gute Entwicklung, welche die SGO nach der durchwachsenen Hinrunde nahm. So lagen die Vereinten aus Osburg, Thomm und Lorscheid nach der ersten Saisonhälfte nur auf Rang sechs (sechs Siege bei sechs Niederlagen, 31:21 Tore). In der Rückrunde wird man bisher nur von Primus Kordel übertrumpft (vier Siege, ein Remis, bei 21:5 Toren). 

Ein Grund für den Erfolg könnte sein, dass die Osburger zu ihrer defensiven Stabilität zurückgefunden haben. Diese war schon in der Vorsaison (28 Gegentore in 26 Partien, Liga-Bestwert) die große Stärke der SGO und Rückhalt für den dritten Rang. Und gegen die SG Thalfang/Berglicht, die mit 62 Toren die zweitstärkste Offensive der Liga stellt, wird diese Defensivstabilität erneut gefragt sein. Ist diese nicht vorhanden, könnte den Osburgern wie im Hinspiel (3:1) eine Niederlage drohen. Im ersten Heimspiel des Jahres wird die SGO jedoch alles daran setzen, an die gute Heimspielbilanz vor der Winterpause anzuknüpfen. Denn jahresübergreifend steht man bei drei Heimspielen in Serie ohne Gegentor. 

Thomm, Sa., 11.04., 18.15h