Wer gedacht hatte, dass der auf dem vorletzten Platz notierte SV Lüxem dem Tabellenführer in irgendeiner Weise wehtun würde, sah sich bereits nach vier Minuten enttäuscht.

Zu diesem frühen Zeitpunkt hatte Fünffachtorschütze Schleimer bereits das erste Mal zugeschlagen. Wie der Torfolge zu entnehmen ist, fanden die Lüxemer an jenem Nachmittag kein probates Mittel, den Torjäger der Mosella entscheidend aus dem Spiel zu nehmen und dessen Wirkungskreis einzuengen. Auf dem bestens präparierten Rasenplatz am Lüxemer Grünewald besaßen die Hausherren gegen den Ligakrösus nicht den Hauch einer Chance und mussten mit ansehen, wie Schweichs Ausnahmestürmer Stephan Schleimer per Fünferpack ins Tor des ansonsten reaktionsschnellen Joshua Stewart traf. Der Schweicher Kapitän brachte die Gäste per Hattrick in die Halbzeit, nachdem es in der vierten, 26. und 38. Minute dreimal im Lüxemer Kasten gerappelt hatte. Beim Stand von 0:2 hatte Lüxems Nils Schermann die große Möglichkeit zum Anschlusstreffer, doch Leon Gerhard klärte zur Ecke. Individuelle Fehler im Spielaufbau ermöglichten es dem Primus im zweiten Durchgang vier Treffer oben drauf zu legen. Schleimer (51.), Alexander Schwarz (63.), Schleimer nach einem Konter zum 0:6 (77.) – es war der 23. Saisontreffer – sowie der eingewechselte Eric Reuter mit dem Schlusspfiff bescherten der Mosella einen weiteren, turmhohen Sieg. „Der Sieg in einem von uns souverän geführten Spiel war auch in der Höhe verdient“, wusste TuS-Coach Thomas Schleimer. Der Coach des designierten Rheinlandliga-Aufsteigers war indes „froh, dass wir überhaupt spielen konnten. Andere Vereine hätten das Spiel im Vorfeld abgesagt, doch der Rasenplatz in Lüxem war wirklich gut präpariert und gut bespielbar. Lob an die Gastgeber. Es war natürlich ein toller Jahresabschluss für uns. Stephan hat seien Klasse aufblitzen lassen und ein tolles Spiel gemacht“, bekam der Torjäger vom Dienst von seinem Bruder und Trainer Thomas ein dickes Extralob ab. In der 55. Minute traf Jens Schneider nur die Latte. Lüxems Trainer Patrick Schmidt, der diesmal von Beginn an auf dem Platz stand, bilanzierte, dass „uns der schnelle Rückstand aus dem Konzept gebracht hat. Wir hatten zwei, drei gute Möglichkeiten, doch der finale Pass kam nicht an. Wir produzierten zu viele individuelle Fehler im Spielaufbau, die Schweich brutal gut ausgenutzt hat. Wir haben so, das muss man fairerweise eingestehen, auch in der Höhe verdient verloren.“ In der 62. Minute strich ein Kopfball von Mattis Thörner nur um Zentimeter am Schweicher Gehäuse vorbei. Falls denn am Mittwoch in Thalfang auf dem Kunstrasenplatz gegen die SG Rascheid gespielt werden sollte, erhofft sich Schmidt „nochmals ein positives Ergebnis. Da müssen wir alles reinfeuern, wollen zumindest nicht verlieren.“