Auf den Vorjahresdritten aus Schweich wartet zum Saisonstart eine knifflige Aufgabe. Der Grund: Es geht nach Trier-Zewen, wo Bezirksliga-Absteiger SG ZIL auf einen Dreier aus ist.

Trotz großer Mühen und einem späten Aufschwung reichte es für die SG Zewen nicht zum Klassenerhalt. Entsprechend findet sich die Elf nach drei Spielzeiten in der Bezirksliga West in der A-Klasse wider, aus der man 21/22 als Meister aufstieg. In der neuen, alten Klasse ist nun Bastian Hennen für die Zewener verantwortlich, der die Mannschaft nach einem schwierigen Jahr zu neuen Erfolgen führen soll. Keine leichte Aufgabe, doch Hennen kann – mit Ausnahme von Spielern, die teils ihre Karriere beendeten – zum größten Teil auf den Vorjahreskader zurückgreifen: „Es ist eine neue Situation für die Mannschaft und etwas anderes, als Absteiger in der A-Klasse zu spielen, als – wie in den letzten Jahren – in der Bezirksliga. Wir haben aber einen sehr ordentlichen, guten Kader für die Klasse und wollen oben mitspielen. Das setzt aber voraus, dass die Jungs alle da und fit sind.“

Auch wenn man für viele Teams aufgrund des Absteiger-Status automatisch ein Favorit auf die oberen Ränge der A-Klasse ist, wird die Saison für die Zewener kein Selbstläufer – das zeigten die jüngsten Spiele. So biss die SG ZIL gegen Aufsteiger und Ligakonkurrent Euren auf Granit und schied aufgrund einer 1:2-Niederlage schon in der ersten Kreispokalrunde aus.

Auch am Schweicher Winzerkeller ist nicht alles eitel Sonnenschein. Bilal Boussi ersetzte den langjährigen Coach Patrick Quary und hatte in der Sommervorbereitung mit einigen Ausfällen zu kämpfen. Ein neues Spielsystem ließ sich daher laut Boussi nur bedingt integrieren: „Die Sommervorbereitung ist meistens durchwachsen und so fehlten auch uns durch Urlaub und Verletzungen einige Spieler. Da gibt es aber für alle Mannschaften die gleichen Bedingungen. Wenn die Jungs im Training waren, haben sie Gas gegeben. Taktisch konnten wir leider nicht so viel arbeiten, wie ich es mir gewünscht hätte. Das macht halt nicht viel Sinn, wenn viele nicht da sind. Von daher haben wir uns darauf konzentriert, die Jungs fit zu bekommen.“

Boussi, der nach Stationen beim VfL Trier und FC Könen erstmals eine zweite Mannschaft betreut, hat mit dem Reservestatus bisher keine Probleme: „Wir sind zwar eine zweite Mannschaft, doch es ist immer noch A-Klasse und es bestehen Ambitionen. Der Verein ist sehr gut geführt und hat eine super Jugendarbeit. Von daher sind wir wahrscheinlich keine typische zweite Mannschaft. Wir wollen eine gute Runde spielen und es würde mich freuen, wenn ich den ein oder anderen Spieler besser machen und näher an die erste Mannschaft heranbringen kann.“

Anders als in Zewen glückte der Mosella der Pflichtspielstart, als man den neuen A-Ligisten SV Trier-Olewig mit 4:2 nach Verlängerung schlug. Ohnehin scheint die Zweitvertretung nach dem dritten Platz im Vorjahr auf einem guten Weg zu sein. Den Aufwärtstrend kann man nun in Trier-Zewen bestätigen. Der Ausgang ist laut Boussi aber ungewiss: „Zewen bringt Bezirksligaerfahrung mit und ist eine stabile Mannschaft. Wir hatten ein Testspiel gegen sie, wussten damals aber noch nicht, dass wir gleich am ersten Spieltag aufeinandertreffen würden. Ich traue Zewen alles zu. Es wird ein schwieriges Spiel, bei dem wir über Einstellung, Kampf und auch unsere fußballerische Qualität kommen müssen. Ich erwarte ein 50:50-Spiel.“ Ein enges Spiel erwartet auch Zewens Trainer Bastian Hennen, der beim verfrühten Wiedersehen auf eine Revanche hofft: „Ich gehe davon aus, dass es wir vor vier Wochen ein enges Spiel wird. Schweich gewann damals mit 1:2, aber ich hoffe, dass wir uns dafür revanchieren können.“

Trier-Zewen, So., 09.08., 15.30h

Foto: Sandra Maes