Wenn die SG Zewen II und der SV Udelfangen am Sonntag aufeinandertreffen, könnte das Momentum nicht unterschiedlicher sein. Denn während die einen ihre Serie unbedingt fortsetzen möchten, visieren die anderen das Ende ihrer an.
Die Saison des SV Udelfangen erreichte am vergangenen Spieltag ihren bisherigen Tiefpunkt, als man Spitzenreiter Wincheringen mit 10:0 unterlag. Es war die neunte Niederlage in Serie und anders als in den letzten Wochen hatte die Nullrunde nun Konsequenzen: Konkurrent SG Saartal II gewann und verdrängte die Udelfanger auf den letzten Tabellenplatz. Dort ist der SVU zwar weiterhin nur zwei Zähler vom rettenden Ufer entfernt, doch auch die Rivalen hoffen vor dem Winter auf Zählbares.
Dennoch: Will Udelfangen die Rote Laterne vor dem Ende des Fußballjahres abgeben, muss der Negativlauf beendet werden. Und da mit Zewen II, Kürenz und Saartal II die direkten Konkurrenten warten, hat man alles in der eigenen Hand. Klar ist aber, dass, wenn man auch in diesen Partien leer ausgeht, im neuen Jahr ein kleines Wunder benötigt wird, um die Klasse zu halten.
Dem kommenden Gegner SG Zewen II glückte ein solches Wunder in den vergangenen Wochen: Seit vier Spieltagen ist die ZIL-Reserve ungeschlagen und gewann davon die jüngsten drei. Zuletzt rangen die Zewener den Tabellensechsten aus Olewig nieder, der zur Pause 1:3 führte und dann nach einem 4:3 die Heimreise mit leeren Händen antreten musste. Diese Serie will die Spielgemeinschaft fortsetzen und somit den Abstand zur Abstiegszone (vier Punkte) weiter ausbauen.
Dafür will Zewens Trainer Lars Wagner den Schwung der letzten Wochen mitnehmen und nach dem 1:1-Hinspiel vor eigenem Publikum eine bessere Leistung sehen: „Ich erwarte wie im Hinspiel einen unangenehmen Gegner. Damals rechneten wir uns mehr als einen Punkt aus und mit der Leistung war ich nicht zufrieden. Ich denke, dass uns die vier ungeschlagenen Spiele Mut und Selbstvertrauen gegeben haben. Deshalb wollen wir unsere gute Serie ausbauen und den Puffer zu den Abstiegsrängen mit drei Punkten weiter ausbauen, bevor das Derby gegen Euren ansteht.“
Trier-Zewen, So., 09.11., 13.00h
Foto: Sandra Maes
