In einem Neun-Tore-Spiel, welches über beide Halbzeiten bestens unterhielt, setzte die SG Weintal ihre Siegesserie fort und feierte einen knappen Sieg über den zuvor punktgleichen SV Wasserliesch/Oberbillig.
Der SV Wasserliesch/Oberbillig erwischte nach der ersten Saisonniederlage in der Vorwoche einen guten Start und verzeichnete in den Anfangsminuten erste Abschlussmöglichkeiten. Der Führungstreffer blieb jedoch aus und die Partie kippte: Carsten Schuh schoss die SG Weintal in der achten Minute in Führung und in der 14. Minute stellte Herbert Stuhlberg mit einem präzisen Abschluss bereits auf 2:0. Wasserliesch fand nach diesen Gegentoren nicht zurück ins Spiel und kassierte noch vor der Pause das 3:0 und 4:0 durch einen Doppelpack von Jonas Weiland (37., 39.).
Entschieden war das Spiel damit allerdings noch nicht, wie Weintals Trainer Dominik Bosl erklärte: „Es war ein Spiel mit zwei verschiedenen Hälften. In der ersten waren wir komplett dominant und Wasserliesch deutlich unterlegen. Wir machten die Tore zum richtigen Zeitpunkt und konnten mit 4:0 in die Pause gehen. Ich lobte die Mannschaft noch und sagte, dass wir nichts umstellen oder verändern müssen, weil alles, was wir uns vorgenommen hatten, funktioniert. Nach dem 1:4 fehlte uns im Spiel nach vorne der Zugriff. Es wurde dann noch mal ein wildes, verrücktes Spiel.“
Niklas Wacht schoss in der 63. Minute den Anschlusstreffer für die Gäste aus Wasserliesch. Der SVWO spielte nun stark auf und kam durch Kevin Bernard (79.) und Wacht (80.) wieder in Schlagdistanz. Zwar baute Weintals Weiland den Vorsprung in der 83. Minute wieder aus, doch Serhat Günay traf nach einem Standard zum 4:5 (87.) und leitete so heiße Schlussminuten ein. Ein weiterer Wasserliesch-Treffer zur Punkteteilung blieb jedoch aus. Auch wenn dieser laut Trainer Carlo Lambert sogar noch verdient gewesen wäre: „Wir kamen gut ins Spiel und hatten zwei Chancen. Danach waren wir hinten vogelwild und brachten uns mit individuellen Fehlern aus dem Spiel. Zur Halbzeit lagen wir dann auch verdient mit 0:4 hinten. Danach zeigte die Mannschaft Moral und machte es wirklich gut. Mit Glück spielen wir noch unentschieden – unverdient wäre es hintenraus nicht mehr gewesen.“
Foto: Archiv/Sandra Maes
