Die im Mittelfeld positionierte SG Weintal empfängt das Schlusslicht aus Ehrang/Pfalzel.

Die Papierform sieht die Hausherren als klaren Favoriten. Doch die FSG hat in den vergangenen Wochen nachhaltig bewiesen, dass sie längst kein potentieller Abstiegskandidat mehr ist. Die gezeigten Leistungen versprechen einiges. So blieb die Mannschaft von Christoph Marzi und seines Co-Trainers Lukas Heck in diesem Kalenderjahr noch ungeschlagen. Doch zwei Remis sorgen nicht gerade dafür, sich im Abstiegskampf genügend Luft zu verschaffen. Einzig beim 8:0-Schützenfest gegen Kanzem ballerte sich die FSG den Frust von der Seele. Jetzt muss es weitergehen, sagt Marzi, welcher der Mannschaft neuen Mut und neuen Siegeswillen eingeimpft hat. Ein Dreier in Oberemmel wäre also keine Überraschung. Die Marschroute von Ehrangs Coach Christoph Marzi ist klar vorgegeben: „Wir fahren nach Oberemmel, um drei Punkte mitzunehmen. Für uns ist jedes Spiel ein Endspiel und genau so gehen wir es auch an. Viele hatten uns bereits abgeschrieben, aber wir sind seit fünf Pflichtspielen ungeschlagen und trotz des ärgerlichen 2:2 gegen Fell voller Selbstbewusstsein.“ Janik Lerch und Mattheo Fuhs fehlen gesperrt, außerdem Sascha Kraus und Rene Schwarz verletzungsbedingt. Bei Patrick Mertes besteht nach seiner Oberschenkelverletzung die Hoffnung auf eine Rückkehr. „Alles Weitere müssen wir kurzfristig entscheiden“, so Marzi. Doch auch die Hausherren sind ordentlich unterwegs, haben gerade im Kreispokal das Halbfinale gespielt und sind so im Rhythmus. Der 2:1-Erfolg beim A9-Ligisten SG Fidei und dem damit verbundenen Einzug ins Pokalfinale am 30. Mai in Könen dürfte für einen enormen Schub sorgen. Oder sind die Beine doch noch schwer? Niemand geht davon aus, noch irgendwie in den Abstiegskampf verwickelt zu werden, denn die Entwicklung ist stabil bei den Weintalern. „Wir haben acht Punkte mehr auf dem Konto, doch Ehrang hat eigentlich eine gute Mannschaft. Ich verstehe es nicht, dass sie immer noch Tabellenletzter sind. René Jahn ist ja auch wieder zurück und immer ein Faktor in ihrem Spiel. Im Hinspiel, bei dem ich selber im Urlaub war, haben wir mit 1:4 klar den Kürzeren gezogen. Jetzt sollten wir uns für die Niederlage revanchieren“, meint Weintal-Trainer Dominik Bosl. „Unterschätzen tun wir Ehrang nicht, doch das Heimspiel möchten wir gewinnen. Da kann es auch keine andere Marschrichtung oder Zielsetzung geben.“ Bis auf die Langzeitverletzten Marius Mergen und Jonas Weiland sind die Weintaler komplett.

Konz-Oberemmel, Sonntag, 4.4., 15.00h

Foto: Archiv/Sandra Maes