Die DJK St. Matthias Trier II sorgte in der Hinrunde für eine der bisher größten Überraschungen der Saison, als man die damals noch ungeschlagene SG Wawern mit 4:0 besiegte. Nun stehen sich die Teams erneut gegenüber und abermals ist die SG der turmhohe Favorit.
34 Zähler verbuchte die SG Wawern in nur 15 Partien und ist damit nicht nur bester Aufsteiger der B-11, sondern auch aktueller Tabellendritter. Nur vier Punkte trennen die Elf von Carlo Müller und Ralf Reger vom Tabellenführer FC Könen. Ein Abstand, der mit einem Sieg im Nachholspiel gegen Udelfangen sogar noch auf einen Punkt schmelzen könnte. Für die Wawerner ist damit auch ein direkter Durchmarsch in die A-Klasse noch nicht vom Tisch, wenngleich dieser intern nicht als Ziel ausgegeben wird.
Dennoch könnte die SGW ein guter Start ins Jahr gleich wieder in die Verlosung um die Aufstiegsränge bringen, zumal Spitzenreiter Könen und Tabellenzweiter Weintal vor schwierigen Auftaktspielen stehen. Und auch die Wintervorbereitung der Wawerner sei laut Trainer Ralf Reger positiv gewesen: „Die Vorbereitung ist ganz gut verlaufen und über die Trainingsbeteiligung können wir nicht meckern. Unsere Langzeitverletzten stehen zwar immer noch nicht zur Verfügung und im Testspiel brach sich ein Spieler die Hand, doch noch bekommen wir die Ausfälle kompensiert.“
Es spricht also nicht viel für einen Fehlstart der Wawerner, die mit der DJK St. Matthias II ein Team empfangen, das sich mitten im Abstiegskampf befindet. Vorsicht ist dennoch geboten, wie das Hinspiel zeigte. Damals sorgte die DJK auf heimischem Kunstrasen für eine faustdicke Überraschung, als man den klaren Favoriten mit 4:0 schlug. Ein Spiel, das Reger noch nicht vergessen hat: „Wir haben uns vorgenommen, das Spiel zu gewinnen. Wir haben einiges wiedergutzumachen, werden aber nicht blind ins offene Messer laufen. Stattdessen wollen wir das Spiel konzentriert angehen und versuchen, unsere Stärken auszuspielen.“
Die eigenen Stärken ausspielen und im Idealfall punkten möchte auch die DJK St. Matthias, die mit 13 Punkten nur zwei Zähler vor den direkten Abstiegsrängen steht. Zwar blicken die Trierer auf eine gute Vorbereitung zurück, doch die Testspiele seien laut Coach Jan Näckel nicht gut verlaufen: „Wir hatten eine hohe Trainingsbeteiligung und eine intensive Vorbereitung mit bis zu vier Einheiten in der Woche. Unsere Testspiele waren aber leider sehr durchwachsen. Von fünf Spielen verloren wir vier. Grund dafür waren meist individuelle Fehler, die zu Gegentoren führten. Wenn wir das nicht schnell abstellen, wird es sportlich.“
Trotz des Erfolgs im Hinspiel schätzt Näckel die Lage realistisch ein, hofft aber erneut auf Zählbares in Wawern: „Der Hinspielsieg war überragend. Wawern unterschätzte uns damals, wird das aber nicht noch mal machen. Sie sind für mich eine der Topmannschaften der Liga und gewannen in ihrer Vorbereitung gegen A-Ligisten. Wawern wird eine sehr große Aufgabe für uns. Dieser Aufgabe werden wir uns stellen und versuchen, einen Punkt mit nach Hause zu nehmen.“
Auf die DJK-Reserve wartet eine Mammutaufgabe. Der Grund: Zuhause gewann die SG Wawern alle acht Spiele mit einem Torverhältnis von 34:5. Eine Serie, die insbesondere nach der Hinspielniederlage nicht gegen Matthias reißen soll.
Wawern, So., 16.03., 14.30h
Foto: Archiv/Sandra Maes
