In der Partie des Tabellenzweiten gegen das Schlusslicht aus den Trierer Stadtteilen Ehrang und Pfalzel gab es keine Überraschung zu vermelden.
Serrig ließ in seinem Heimspiel am Saarburger Kammerforst von Beginn an erkennen, wer Herr im eigenen Hause ist, und stellte schon nach einer halben Stunde die Weichen auf Sieg. Ein direkter Freistoß von Johannes Carl schlug unhaltbar im Torwarteck von Max Schmitt ein. Da waren erst zwölf Minuten gespielt. Als Julian Masselot nach 20 Minuten verletzungsbedingt raus musste und René Schwarz nach einer Notbremse am Simon Ollinger die Rote Karte sah (28.), wurde Ehrang in eine noch defensivere Rolle gedrängt. Die Auswechslung von Sascha Kraus nach einer Knieblessur tat ihr Übriges. So fiel genau in jene Phase auch das 2:0 für die Lorenz-Elf – wieder hieß der Torschütze Carl, der einen Pass von Simon Ollinger nutzte (30.). Als Spieler-Co-Trainer Carl nach Pass von Martin Baumann mit einer schönen Einzelleistung auf 3:0 stellte (59.), war die Partie entschieden. Janik Lerch brachte Ehrang mit einem verwandelten Foul-Strafstoß auf 1:3 heran (62.), ehe der eingewechselte Leo Vennemann nach Flanke von Carl vier Minuten vor Schluss den 4:1-Endstand besorgte. Vennemann war in der 72. Minute für Philipp Riemekasten in die Partie gekommen. „Auch wenn wir zunächst in Überzahl nicht so wirkungsvoll agiert haben, konnten wir uns einen 3:0-Vorsprung erarbeiten. Wir müssen aber viel früher das vierte Tor nachlegen. So kriegen wir einen Elfmeter gegen uns und es kommt nochmal unnötig Hektik ins Spiel. Mit dem 4:1 war alles erledigt. Das Ergebnis ist unterm Strich verdient, weil wir wenig zugelassen haben. Nur müssen wir in Überzahl das Ganze einen Ticken besser ausspielen“, war Serrigs Coach Sebastian Lorenz mit dem Auftritt seiner Jungs absolut zufrieden. FSG-Trainer Benny Weiler sah die Partie so: „Wir hatten uns viel vorgenommen, wurden aber wieder mal böse erwischt. Die erste Chance (mit einem Freistoß ins Torwarteck) war direkt drin. Danach hatten wir durch Jason Pütz eine 100-prozentige Chance. Dann kam die spielentscheidende Situation, als ein Spieler von Saarburg (abseitsverdächtig) durch einen Steckpass allein auf den Torwart zulief. Unser Spieler Rene Schwarz lief hinterher und grätschte den Saarburger um. Folgerichtig gab es Rot und Freistoß. Darf so einem erfahrenen Spieler nicht passieren. Kurz danach machen sie das 2:0 und so ging es in die Pause. Wir haben dann mutig auf ein 3-5-1 umgestellt und nochmal alles versucht. Es war auch eine gute zweite Halbzeit mit zehn Mann. Mein Respekt an die Jungs. Nach dem Elfmeter von Janik Lerch hatte man ein bisschen Hoffnung nach dem 1:3. Und dann hatten wir eine Riesensituation beim Eckball, als der Torwart auf der Linie einen Kopfball von Malte Werdermann gehalten hat. Da hat dann ein Knipser wie Andy Huwer gefehlt, um den Abpraller reinzumachen. Das wäre das 2:3 gewesen und vielleicht hätte man sich belohnen können. Aber so war es am Ende mit dem 4:1 für Saarburg auch in Ordnung, denn diese hatten vorher schon drei Kontersituationen schlecht ausgespielt. Glückwunsch an Saarburg, aber wir haben uns wieder mal selbst geschlagen durch eine Rote Karte. Es war die vierte bereits für diese Saison.“
