In einem Spiel mit zwei verschiedenen Halbzeiten brachte die SG Sauertal die Führung nicht über die Zeit und musste sich somit dem FC Könen geschlagen geben.
In einer temporeichen, spielerisch unterhaltsamen Partie erwischte die SG Sauertal den besseren Start. Die Hausherren kamen früh zu guten Chancen, konnten diese aber nicht nutzen. Erst in der 32. Minute traf Gabriel Gaspar Pereira zur Führung des Aufsteigers, der bis zur Pause die Feldüberlegenheit behielt. Erst kurz vor dem Seitenwechsel ließ Spitzenreiter Könen seine Klasse aufblitzen, konnte aber nicht mehr ausgleichen. Auch im zweiten Durchgang gingen die ersten Minuten an die Sauertaler, die jedoch im Anschluss den Faden verloren. Könen stellte um und fand immer besser ins Spiel. Die Gäste gewannen mit zunehmender Spieldauer immer weiter an Kontrolle und glichen in der 66. Minute durch Adonis Gashi aus. Der Aufsteiger fand nicht mehr ins Spiel und kassierte in der 77. Minute durch Alpha Dramé auch noch das 1:2.
Sauertals Trainer Matteo Amodio sah einen Grund für den Leistungseinbruch im zweiten Durchgang: „Wir konnten die letzten vier Spiele nach einer Führung nicht gewinnen. Wir führten gegen Wasserliesch, Wawern, Wincheringen und auch gegen Könen. Daran sieht man, dass wir im Spiel Federn lassen. Wir sind eine relativ alte Mannschaft und die Trainingsbeteiligung ist derzeit nicht gut, da fehlten uns die Körner. In der ersten Halbzeit dominierten wir das Spiel und Könen hatte bis auf einen individuellen Fehler von uns keine richtig gefährliche Chance. In der zweiten Halbzeit war es dann ganz anders. Könen machte es sehr gut und gewann. Über das ganze Spiel gesehen war es ein Spiel auf Augenhöhe und ein Unentschieden wäre in Ordnung gewesen. Es war ein faires und gutes Spiel mit tollen Szenen. Auch der Schiedsrichter pfiff gut.“
Während die Hausherren mit Hälfte zwei haderten, sprach Könens Bilal Boussi seinen Spielern eine Topleistung im zweiten Spielabschnitt aus: „Großen Respekt an Sauertal. Die erste Halbzeit ging ganz klar ans sie und wir kamen gar nicht zur Entfaltung. Nicht nur, weil wir es schlecht machten, sondern einfach weil Sauertal so gut presste. Da konnten wir uns bei unserem Torwart Tobias Schmitt bedanken, dass es nur 0:1 steht. In der zweiten Halbzeit stellten wir um und spielten dann unsere bisher beste Halbzeit, seit ich in Könen Trainer bin. Die erste Halbzeit ging an Sauertal, die zweite an uns – ein Unentschieden wäre daher fair gewesen. Vielleicht wollten wir es hintenraus ein bisschen mehr. Es war ein gutes, temporeiches Spiel gegen einen starken Gegner, der auch fußballerisch sehr gut war.“
Aufgrund des Sieges der SG Wawern über die SG Südeifel-Irrel führt Könen die Liga nun nur noch punktgleich mit Wawern an.
Foto: Archiv/Sandra Maes
