Bezirksliga, Nachberichte

SG Saartal Irsch – SG Nusbaum 4:2 (2:2)

19. Oktober 2020, 19:25 Uhr

Kam im Sechzehner zweimal zu Fall, verwandelte aber nur einen Elfmeter: Irschs Lukas Kramp (in weiß).

Irsch beweist längeren Atem und gewinnt in der Schlussphase noch mit 4:2.

Wegen der Warnstufe Rot und den ohnehin nicht zulässigen Zuschauern im Eifelkreis Bitburg-Prüm tauschte die SG Nusbaum ihr Heimrecht mit den Saartalern. Verwirrung gab es bei der Anwendung der Quarantäne-Regeln bei Nusbaums Stürmer Andre Röll, der trotz eines negativen Coronatests weiter in Quarantäne bleiben musste - im Gegensatz zu Alex Roth. Auch der Abwehrspieler der Nusbaumer hatte einen negativen Test vorgelegt, sollte aber ursprünglich vorsorglich in Quarantäne, weil der Dozent der Polizeischule in Dietz Kontakt zu einer infizierten Person gehabt haben soll. Roth lief auf, konnte seiner Mannschaft in Schoden aber nicht entscheidend weiterhelfen, denn die Saartaler agierten zielstrebig und zeigten zudem Comebackqualitäten. Mit dem ersten Angriff zog Irsch in Front, als Lukas Kramp einen an ihm selbst verwirkten Foulelfmeter kühl in die Maschen setzte (1.). Irsch legte unmittelbar danach das zweite Tor nach, als eine Spielverlagerung von Kramp den Hausherren Räume eröffnete und Max Jakobs kaltschnäuzig blieb – 2:0 (3.). Turbulent ging es weiter: Diesmal verkürzte Nusbaum auf 1:2. Noah Prinz verwertete einen langen Ball aus dem Halbfeld von Jannik Böwen per Kopf zum 1:2 (7.). Und nach zehn Minuten egalisierten die Eifeler den Vorsprung sogar. Einen verlängerten Einwurf von Fabian Spartz brachte Prinz zum 2:2 im Irscher Kasten unter. Nusbaums Trainer Frank Hermes: „Nach zwei individuellen Fehlern sind wir nach drei Minuten 0:2 in Rückstand geraten, waren dann eiskalt und später die bessere Mannschaft. Nur haben wir es versäumt, selbst in Führung zu gehen.“ Tatsächlich ergab sich für Eldin Hodzic kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit die Chance zum 3:2. Als schwere Hypothek für die Gäste erwies sich der verletzungsbedingte Ausfall von Torwart Thomas Prinz, der mit Armbruch in der 18. Minute durch Markus Burg ersetzt werden musste. Irsch hatte die zweite Halbzeit dann besser im Griff. Timo Grafe traf die Lattenunterkante, in der 65. Minute setzte Kramp einen weiteren Elfmeter an den Pfosten. Doch die Schlussphase sollte die erhoffte Wende bringen für das Team von Heiko Niederweis. Nach Vorarbeit von Kevin Schuh traf Nico Ockfen zum 3:2 (72.) und sieben Minuten später legte Alec Webel mit einem sehenswerten Treffer mit dem 4:2 den Deckel drauf. Hermes konstatierte, dass „wir in der zweiten Halbzeit nicht mehr viel investiert haben und es insgesamt zu wenig war, was wir angeboten haben.“ Saartal-Coach Heiko Niederweis frohlockte: „In der zweiten Halbzeit sind wir wesentlich aggressiver zu Werke gegangen. Defensiv waren wir zwar wieder anfällig, doch spielerisch haben wir einen Schritt nach vorne gemacht. Es war wichtig, dass wir nach den zwei Remis zu Hause wieder ein Spiel gewonnen haben.“ Auch Irschs Torwart Jonas Krista musste nach einem Abschlag mit einer Muskelverletzung raus und wurde von Maximilian Wirkus ersetzt. Immerhin bewahrte Krista seine Elf mit einer spektakulären Parade bei einem Schuss von Hodzic vor einem Rückstand.

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