Durch den Sieg des direkten Konkurrenten aus Udelfangen hat die SG Saartal II keinen Kredit mehr im Abstiegskampf. Am Samstag sollen deshalb Punkte den Weg auf das klamme Konto finden. Tabellennachbar Zewen II strebt aber selbst nach einem Dreier und könnte mit diesem den Klassenerhalt dingfest machen.
Die SG Saartal II brachte das schwere Auftaktprogramm mit Spielen gegen die drei Topteams der Liga hinter sich und schlug sich dabei in zwei von drei Spielen ordentlich. Einziges Manko: die Saartaler schossen dabei weder Tore noch verbuchten sie Punkte. Die Nullrunden sind jedoch zu verschmerzen, denn die entscheidende Saisonphase beginnt für die Irscher Zweitvertretung an diesem Samstag mit der Partie gegen die SG Zewen II und setzt sich am folgenden Sonntag in Trier-Kürenz fort.
Ausreden darf es in diesen Spielen keine geben, denn will die SGS-Reserve die Klasse halten, muss man punkten. Tabellennachbar Udelfangen stockte das Konto am letzten Spieltag mit drei Punkten auf und liegt nun ebenso viele Zähler hinter der Saartal-Elf, die den Platz über der Roten Zone belegt. Gibt man nun gegen die direkten Konkurrenten aus Zewen und Kürenz Zählbares ab, droht das Abrutschen auf einen direkten Abstiegsrang. Um diese Situation weiß Saartals Trainer Erhard Gross: „Das kommende Spiel gegen Zewen II hat für uns ganz klar Endspielcharakter. Zewen steht mit 20 Punkten sechs Zähler vor uns – wollen wir den Anschluss herstellen, führt kein Weg an einem Sieg vorbei. Gleichzeitig geht es auch darum, den Abstand zu den Mannschaften hinter uns zu vergrößern bzw. zumindest nicht kleiner werden zu lassen – aktuell beträgt dieser Abstand drei Punkte. Wir befinden uns mitten im Abstiegskampf, und in solchen Phasen zählen nur Ergebnisse.“
Die SG Zewen II befreite sich mit guten Leistungen aus der direkten Gefahrenzone, konnte sich dem Abstiegssog aber nicht vollends entledigen. Dafür sorgte das jüngste Remis gegen Schlusslicht Kürenz – ein Matchball zum Klassenerhalt, den die ZIL-Reserve ungenutzt ließ. Bei neun Punkten auf die Abstiegsplätze haben die Zewener keinen direkten Druck, doch das könnte sich in den nächsten Wochen ändern, wenn die nötigen Punkte ausbleiben. Der Tabellenelfte tut also gut daran, klare Verhältnisse zu schaffen. Insbesondere, weil die SG Saartal II das Hinspiel in den Schlussminuten mit zwei Toren drehte und 3:4 siegte.
Auf eine ähnliche Leistung hofft Saartals Gross auch an diesem Wochenende: „Das Hinspiel hat bereits gezeigt, was uns erwartet: ein intensives, umkämpftes Spiel, in dem beide Mannschaften mit hoher Konzentration und Einsatz agiert haben. Damals konnten wir uns am Ende durchsetzen – genau an diese Leistung müssen wir anknüpfen. Entscheidend wird sein, dass wir von der ersten Minute an hellwach sind, kompakt stehen und mit maximaler Entschlossenheit auftreten. Jeder Zweikampf, jeder zweite Ball und jede Aktion kann den Unterschied machen. Wir müssen als Einheit auftreten, uns gegenseitig pushen und die Tugenden auf den Platz bringen, die uns in der Vergangenheit stark gemacht haben: Disziplin, Leidenschaft und Zusammenhalt. Wenn es uns gelingt, diese Dinge umzusetzen und gleichzeitig mit Überzeugung nach vorne zu spielen, bin ich davon überzeugt, dass wir vor heimischer Kulisse die nötige Energie entwickeln können, um die drei Punkte bei uns zu behalten.“
Irsch-Saar, Sa., 11.04., 15.00h
Foto: Archiv/Sandra Maes
