In einem Acht-Tore-Derby gegen den TuS Mosella Schweich III beendete die SG Pölich ihre Niederlagen-Serie und sicherte sich einen „Zittersieg“.

Die Pölicher beendeten nach drei Niederlagen in Folge ihre Talfahrt und schnappten sich gegen die Schweicher Dritte wieder einen Dreier. Einen fußballerischen Leckerbissen sah Pölichs Trainer Alex Becker dabei allerdings nicht: „Wir mussten zuhause fünf Tore schießen, um einen Zittersieg einzufahren. Schweich hat eine tolle, junge Mannschaft, aber wir hatten das Quäntchen Glück mehr auf unserer Seite. Wir spielten die ersten beiden Tore gut heraus, legen uns dann aber vor der Pause praktisch selbst einen Ball ins Netz. Das 2:2 war verdient, weil Schweich mehr Druck machte. Wir erzielten aus dem Nichts das 3:2 und danach war es viel Kampf und Krampf im Mittelfeld. Am Ende begannen wir nach dem 4:3 noch mal zu zittern, aber der Elfmeter machte alles klar. Wir freuen uns über den Sieg, doch für Fußballfeinschmecker war dieses Spiel nichts.“

Nils Engemann schoss die Hausherren auf tiefem Pölicher Rasen in Führung (8.). In der 23. Minute legte Mike Scholer das 2:0 nach. Kurz vor der Pause leisteten sich die bis dato souveränen Pölicher einen individuellen Fehler, der zum Anschlusstreffer durch Martin Veit führte (44.). Im zweiten Durchgang erwischten die Gäste aus Schweich den besseren Start, stellten sich besser auf den tiefen Pölicher Rasen ein. Ein weiterer Veit-Treffer sorgte in der 51. Minute für den Ausgleich. Der TuS spielte nun stärker auf, wurde aber eiskalt erwischt, als eine Kombination von Nils Engemann und Mike Scholer zur erneuten SGP-Führung führte (56.). Als Engemann in der 72. Minute das 4:2 nachlegte, schien die Partie endgültig entschieden. Die Schweicher Drittvertretung meldete sich jedoch ein weiteres Mal zurück und stellte den alten Abstand durch Marius Schmitz wieder her (76.). In einer wilden Schlussphase blieben weitere Tore zunächst aus. Erst in der Nachspielzeit fiel der finale Treffer des Derbys: Mike Scholer scheiterte vom Elfmeterpunkt an Schweichs Keeper, doch Alexander Dixius konnte den freien Ball im Nachsetzen über die Linie drücken – 5:3 Pölich (93.). 

Eine Niederlage und ein Auftritt, der Schweichs Trainer Renato De Ritis enttäuschte: „Es war nichts schönes heute. Der Platz war für mich kaum bespielbar und wir verstanden in der ersten Halbzeit nicht, wie wir damit und mit der körperbetonten Spielweise der Pölicher umgehen sollten. Die zweite Halbzeit war besser, aber auch nicht richtig gut. Insgesamt war unser Auftritt enttäuschend und einfach zu wenig. Wir haben Pölich praktisch dabei geholfen, uns zu schlagen. Wenn wir uns so präsentieren, werden wir es in dieser Saison noch schwer haben.“