Rund 150 Zuschauer sahen auf dem Pölicher Rasen ein zunächst ausgeglichenes Derby, welches mit zusätzlicher Spieldauer immer eindeutiger wurde.

Die SG Pölich und der SV Bekond boten sich nach dem Sieben-Tore-Hinspiel auch im zweiten Derby der Saison zunächst einen offenen Schlagabtausch. Alexander Welter sorgte nach einer Ecke von Kai Morbach für die Pausenführung der Hausherren (18.), die diese in der zweiten Hälfte mit einem weiteren Welter-Treffer – erneut nach Morbach-Ecke – ausbauen sollten (48.). Bekond blieb im Spiel, verkürzte durch Nicolas Schneider auf 1:2 (57.) und drängte auf den Ausgleich. Die Defensive der Pölicher stand jedoch sicher, während die Offensive weiter eiskalt zustach. Mike Scholer baute die Führung in der 68. Minute auf 3:1 aus, ehe Nils Engemann das 4:1 (74.) nachlegte. Den Pölichern glückte nun alles und so stand nach einer Ecke Welter ein drittes Mal goldrichtig – 5:1 (78.). Für die Bekonder sollte es aber noch schlimmer kommen, denn in der 83. Minute landete auch ein direkter Freistoß von Niklas Kollmann im Tor der Gäste. Den Schlusspunkt setzte Scholer ebenfalls per direktem Freistoß (92.). Wenige Minuten zuvor hatte Pölichs Philipp Klappert binnen einer Minute die Ampelkarte gesehen (85.). 

Ein gebrauchter Tag für den SV Bekond, welcher der Standardstärke der Hausherren nicht gewachsen war. Dies bestätigte auch SVB-Trainer Andreas Kiemes: „Wenn man überlegt, dass es beim Stand von 1:2 noch ein offenes Spiel war und wir dran waren, den Ausgleich zu erzielen, ist das 1:7 schon ein bitteres Ergebnis. Pölich war bei Standards unglaublich stark und erzielte so sechs von sieben Toren. So etwas habe ich auch noch nicht erlebt. So ein Ergebnis im Derby schmerzt, aber meine Glückwünsche gehen nach Pölich. Wir sehen uns dann in der nächsten Saison.“

Mit dem Sieg im direkten Duell zog die SG Pölich am Nachbarn vorbei und liegt auf Rang neun nun einen Punkt vor den Bekondern. Eine Leistung, die Pölichs Trainer Alex Becker nur loben konnte:„Wir hatten freitags nach dem Training noch eine kleine Sitzung in der wir ansprachen, dass wir uns fokussieren und die Jungs vorm Derby auch mal früher ins Bett gehen müssen. Wir hatten schließlich etwas gutzumachen. Es hat sich dann schon beim Aufwärmen gezeigt, wie fokussiert die Jungs sind. Wir kamen gut ins Spiel und hatten direkt Chancen. Durch Standards, bei denen wir zur Zeit richtig gut sind, kamen wir zu Toren. Nach dem 2:0 verpassten wir die Vorentscheidung, Bekond verkürzte und Simon Schömann verhinderte das 2:2. Im Gegenzug fiel das 3:1 und das Spiel war entschieden. Dass bei Bekond hintenraus alle Dämme brachen, hat mich überrascht. Wir freuen uns aber natürlich über so einen Derbysieg.“