Bei einem Punkt Rückstand auf den Tabellenzweiten SG Thalfang/Berglicht war die SG Züsch bei Meister Kordel zum Siegen verdammt. Am Ende sollte es für die Gäste weder zu dem einen noch dem anderen reichen.

Mit dem Druck im Rücken spielte die SG Züsch beim Meister SG Kordel zunächst groß auf. Die Hausherren fanden in der Anfangsphase nicht ins Spiel und mussten gleich mehrere gefährliche Szenen überstehen. Züsch machte jedoch zu wenig aus seinen Möglichkeiten, ließ Chancen ungenutzt verstreichen und traf erst in der 45. Minute durch Adel Aladel zur Führung.

Nach dem Seitenwechsel folgte der direkte Nackenschlag für die Gäste: Ein Freistoß von Marc Willems schlug in der 48. Minute aus rund „30 Metern“ im Tor der Züscher ein. Ein Schock, auf den gleich der nächste folgen sollte, denn Adrian Stolz sorgte nur sechs Minuten später für die Führung des Meisters. Züsch tat sich anschließend schwerer, kam in der 76. Minute aber zur großen Ausgleichschance – Rene Probst scheiterte jedoch vom Punkt. So stand am Ende ein Sieg der SG Kordel, welche die Hoffnungen Züschs auf Rang zwei begruben. 

Für Züschs Trainer Andreas Weber eine schwer in Worte zu fassende Niederlage: „Wenn man das Spiel von außen gesehen hat, kann man kaum glauben, dass wir mit null Punkten nach Hause gefahren sind. Meiner Meinung nach hat die bessere Mannschaft gestern verloren. Wir müssen in der ersten Halbzeit schon 0:2 oder 0:3 führen. Kordel klärte zweimal auf der Linie und wir schafften es leider nur einmal, den Ball über die Linie zu drücken. Nach dem 2:1 machten wir auf und versuchten alles. Im Endeffekt ließen wir zu viele Chancen ungenutzt. Kordel hingegen hatte zwei Chancen und machte die rein. Sie waren wirklich brutal effizient. Wir machten ein sehr gutes Spiel und konnten die Ausfälle von Leistungsträgern kompensieren. Das Ergebnis ist enttäuschend, aber es hat mir imponiert, wie die Mannschaft das umsetzte, was ich ihr vorgab.“

Für Trainer Christian Adams und seine Kordeler war es bereits der dritte Streich gegen Züsch in dieser Spielzeit: „Wir spielten gegen eine wirklich gute Züscher Mannschaft, die in der ersten Halbzeit auch mehr Möglichkeiten hatte und verdient führte. Wir waren die ersten zehn Minuten, Viertelstunde nicht im Spiel, kämpften uns dann aber rein. Nach dem Traumfreistoß kamen wir immer besser ins Spiel und ließen dann nach der Führung bis zum Elfmeter nicht viel zu. Wir hatten den glücklicheren Spielverlauf, aber spielten diese Saison dreimal gegen Züsch und konnten dreimal gewinnen – wir haben also gezeigt, dass wir verdient vor ihnen stehen.“