A-Klasse, Nachbericht

SG Kordel – FC Könen 5:0 (5:0)

29. November 2021, 16:30 Uhr

Die Grüber-Elf überzeugte erneut und ließ auch gegen engagierte Könener eine starke Vorstellung folge. Foto: Archiv

Die SG Kordel/Welschbillig wurde auch im abschließenden Spiel des Jahres ihrer Favoritenrolle gerecht und besiegte den FC Könen klar mit 5:0, wobei das Endresultat bereits nach 45 Minuten feststand. 

Bevor die Hausherren ins Rollen kamen, musste die Grüber-Elf eine brenzlige Situation überstehen. Könens Kenneth Lau hatte in der dritten Minute einen tollen Distanzschuss abgefeuert, den SG-Keeper Christian Leibrock gerade so um den Pfosten lenkte. FCK-Trainer Stephan Schwarz staunte nicht schlecht. „Wir sind erneut mit großen personellen Problemen nach Welschbillig angereist, hatten aber einen Plan in der Tasche. Wir wollten lange die Null halten und die Räume eng gestalten, was uns fast 20 Minuten lang gut gelungen ist. Nach einem Freistoß hatten wir durch Kenneth Lau sogar in Führung gehen können, sein Schuss ging nur knapp vorbei. Doch nach einer Ecke haben wir dann das 0:1 kassiert.“ Schwarz sah sich anschließend einem Offensivspektakel der Hausherren ausgesetzt, in dessen Folge zwei weitere Gegentore fielen. In diesen Szenen hatte Marc Willems seinen Torinstinkt bewiesen, traf nach jeweiligen Flanken des agilen Philipp Lorig und Sven Bracker zum 2:0 und 3:0 (22., 32.). Lorig hatte Kordel im Anschluss an einen Eckball von Sven Bracker zuvor in Front geschossen. Schwarz: „Bei fast allen Standards von Kordel waren wir zu weit weg von den Gegenspielern und konnten da nicht entsprechend dagegenhalten, weil die Spieler des Gegners fast durchweg einen Kopf größer waren.“ Kurz vor der Pause wurde der FCK noch zweimal kalt erwischt: Zunächst traf Willems per Kopfball nach einer Flanke von Bracker und sicherte sich damit den Status eines Hattricks, und in der Nachspielzeit war es erneut Willems, der mit der Stirn einen Eckball von Bracker ins Netz drückte – 5:0 (45.+2). Im zweiten Durchgang wollte der Ligaprimus weitere Tore nachlegen, doch Inkonsequenz beim Abschluss sowie eine hartnäckige Gegenwehr der Gäste verhinderten das Ansinnen der Grüber-Elf. So resümierte der Kordeler Coach Klaus Grüber, dass „eine fokussierte Spielweise und ein sensationeller Marc Willems den Unterschied machten. Das beweist, dass wir mehrere Akteure haben, die mal vier Tore schießen können, nachdem vorige Woche Marvin Roth vierfach traf. Wir haben die Euphorie mitgenommen und Könen nicht unterschätzt. Bis auf das 1:0, das nach einer Ecke fiel, waren die vier anderen Tore gut herausgespielt, wenn auch nach Standards. Das Mittelfeld hat gut gegen den Ball gearbeitet. Es war eine sehr gute Leistung wiederum und ein sehr verdienter Sieg.“ 

Grüber ließ es sich nicht nehmen, ein großes Dankeschön an zwei Spieler zu richten, die sonst nicht so im Fokus stehen. „Ein dickes Kompliment geht an Nils Mossal und Markus Sausen. Nils ist als Innenverteidiger immer da, hat keine einzige Minute verpasst und spielt einen soliden Part. Und Markus hat als rechter Mittelfeldspieler nur in einem Spiel gefehlt.“ Und fügte im selben Atemzug an, dass die Kameradschaft in der Mannschaft große Klasse ist. „Marc Görres hat es sich nicht nehmen lassen, obwohl er verletzt außen vor ist, unseren Torwart Christian Leibrock warm zu schießen, weil unser Torwarttrainer Edgar Schneider gefehlt hat. Diese Geste muss man nicht kommentieren, zeigt einfach, wie groß der Teamgeist insbesondere bei Marc und bei uns im Allgemeinen ist.“ Trotz der erneut hohen Niederlage zollte auch FCK-Trainer Schwarz den Seinen ein Kompliment. „Einige, wie Yannick Kohns, mussten 90 Minuten angeschlagen durchspielen. Die ganze Sache erschwert wurde durch die rote Karte gegen Mustafa Al-Saidi. Ich muss vor der Truppe den Hut ziehen. Sie hat mit zehn Mann eine Riesenmoral bewiesen und in der zweiten Halbzeit kein Gegentor mehr kassiert.“ Der FC Könen blieb so auch im achten Match in Folge sieglos, hat sich längst noch nicht aufgegeben. „Trotz der Tabellensituation ist die Stimmung in der Mannschaft sehr gut. Wir sind hier angetreten, Christian Mai und ich, um ein Team zu formen. Der Neuanfang geht auch im neuen Jahr weiter, der Kern der Mannschaft steht, auch wenn zehn Spieler nicht mehr dabei waren oder sind im Vergleich zu den ersten vier, fünf Spielen. Der Klassenerhalt bleibt unser primäres Ziel. Wir werden uns im Winter mit dem Vorstand beraten, um den ein oder anderen jungen Spieler zum FC Könen zu lotsen.“ Vor einigen Tagen hatte Sahel Djedda seinen Abschied aus Könen angekündigt. „Sahel steht uns ab sofort nicht mehr zur Verfügung, Verein und er gehen getrennte Wege. Fußballerisch ist das natürlich ein Riesenverlust.“ In Kordel und Welschbillig wird erstmal ein bisschen gefeiert, denn noch nie ging eine Mannschaft aus diesen zwei Vereinen als Tabellenführer der Kreisliga A in eine Winterpause. „Die Jungs unternehmen auch so viel miteinander, das Teambuilding ist sehr gut ausgeprägt. Wir unternehmen für den Januar eine Winterwanderung mit anschließendem Kegelabend. Der Trainingsauftakt ist für Mitte Februar geplant“, lässt Grüber die nahe Zukunft durchblicken.

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