Während die Schillinger weiter auf der Erfolgswelle reiten und auf Rang sechs vorgerückt sind, hagelte es für die Vereinigten aus Kenn, Fell, Longuich und Riol die nächste Pleite.
Die neunte Niederlage in Serie im zehnten Spiel ohne eigenen Sieg wurde erneut erst in der zweiten Halbzeit besiegelt. Kenns Trainer Andreas Schneider fasste die Partie wie folgt zusammen: „In der ersten Halbzeit waren wir die bessere Mannschaft. Schillingen hat sich weitgehend auf das Verteidigen konzentriert. Wir hatten die große Chance zum 1:0, trafen aber in einer Eins-gegen-eins-Situation mit dem Torwart nur den Pfosten. In der zweiten Halbzeit war das Niveau auf beiden Seiten sehr schwach. Der Gegentreffer war ein absolutes Gurkentor – so ein Tor darf einfach nicht fallen. Insgesamt war unsere Leistung nach der Pause deutlich zu schwach. Gegen die tiefstehende, disziplinierte Schillinger Defensive haben wir keine passenden Lösungen gefunden.“ Jan Zender brachte die Hochwälder in der 77. Minute in Führung, nachdem Marco Schuh stark vorbereitet hatte. Als Kenn im Pech war und der Pfosten dem 1:1 im Wege stand, machte der TuS in der Nachspielzeit Nägel mit Köpfen und erzielte durch Michael Mai das alles entscheidende 2:0. Coach Gerd Morgen hatte wieder einmal bewiesen, dass er mit Glück und Geschick besondere Momente kreieren kann. „Jan Zender ist etatmäßiger Verteidiger. Weil wir keinen etatmäßigen Stürmer aufgeboten hatten, hat Jan das dritte Mal in dieser Saison im Angriff gespielt und schon sein drittes Tor erzielt. Mit Michael Mai traf ein Altherren-Spieler nach seiner Einwechslung mit seinem ersten Ballkontakt. Auch er ist normalerweise Verteidiger, den ich für die letzten zwei Minuten nach vorne beordert habe.“ Mai, der auf ein stolzes Alter von 42 Jahren kommt, traf nach Vorarbeit von Nils Hornetz. „Der Sieg hat mich ganz besonders gefreut, weil wir jetzt auch die zweitbeste Abwehr der Liga stellen. Wir waren wieder unangenehm in den Zweikämpfen. Auch muss ich den Schiedsrichter loben, der die Partie sehr souverän über die Bühne gebracht hat.“ Außerdem lobte Morgen SG-Trainer Andreas Schneider. „Ich muss den Hut vor ihm ziehen, wie er seine Mannschaft trotz der acht Niederlagen top motiviert bekam. Es war eigentlich ein 0:0-Spiel. Doch meine Mannschaft hat gefightet und wieder einen Riesenwillen gezeigt. Wie gegen den VfL haben wir ganz zum Schluss die Tore gemacht. Es war eine reine Energie- und Willensleistung.“
