Nach fünf Niederlagen am Stück finden sich die noch zu Saisonbeginn so stark gestarteten Kanzemer am Rande der Abstiegsplätze wieder.
Der Aufsteiger ist komplett aus dem Tritt gekommen. Trainer Carlo Müller sucht nach Erklärungen. „Wir machen zu viele individuelle, aber auch gruppentaktische Fehler, kriegen es häufig nicht hin, die Abstände im Mittelfeld sowie zwischen den Ketten einzuhalten. Wenn du dann noch einen Meter weniger machst und frühen Rückständen hinterherläufst, wird es schwierig.“ Er fordert jetzt einen anderen Auftritt von seiner Mannschaft. „Wir möchten einen versöhnlichen Hinrundenabschluss hinlegen und möglichst wieder punkten. Angesichts der Verunsicherung, des guten Laufs von Föhren und der abhanden gekommenen Kompaktheit könnten wir einen Punkt schon als Erfolg verbuchen. Wir wollen lange die Null halten, gleichzeitig aber auch die eigenen Umschaltmomente nutzen.“ Den Fokus will der Kanzemer Coach auf Föhrens Offensivabteilung um Nico Toppmöller, Thomas Wagner und Peter Thielmann legen. „Das Motto wird sein: kämpfen, kratzen, beißen.“ Weil Jan Regitz, Marc Rommelfangen, Florian Baack und Nick Klasen weiterhin ausfallen, bleibt die Personaldecke knapp. Den Turnaround geschafft haben die Schützlinge von Sebastian Pull, die nach dem Abrutschen auf einen Abstiegsplatz wieder deutlich Fahrt aufgenommen und sich auf gutem Niveau stabilisiert haben. Zuletzt gelangen vier Siege in Serie. Überhaupt heißt es in Föhren nur hopp oder top: Entweder gewinnt der SVF oder er verliert. Sechs Siegen stehen ebenso viele Niederlagen gegenüber. Der Trainer möchte den Positivtrend jetzt unbedingt fortsetzen. „Nun gilt es, mit der gleichen Klarheit und Spannung auch am kommenden Wochenende nach Kanzem auf die weite Auswärtsreise zu starten. Besonders in der Offensive bringt Kanzem sehr, sehr viel Qualität mit, die es für uns als Truppe erst mal wegzuverteidigen gilt. Nichtsdestotrotz wollen wir unser positives Gefühl mit nach Kanzem nehmen und als Team versuchen, eine gute Leistung abzurufen und zu punkten“, fordert Sebastian Pull die volle Konzentration. Besonders im Fokus steht Nico Toppmöller, der es in seinen bisherigen elf Einsätzen auf beeindruckende zwölf Treffer bringt. Die Kopfballstärke des 35-jährigen früheren Oberliga-Spielers des FSV Salmrohr könnte erneut den Ausschlag geben. Denn genau die Hälfte seiner Tore machte Toppmöller mit dem Kopf.
Kanzem, Sonntag, 2.11., 14.45h
Foto: Archiv/Alfred Weinandy
