Aufsteiger Kanzem/Wawern/Ayl konnte auch gegen den SV Föhren seine Negativserie nicht stoppen.
Beim 1:2 kassierten die Saartaler die sechste Pleite in Folge. Schlimmer noch: Mit Ralf Reger trat einer der beiden Übungsleiter nach der Fortsetzung der Niederlagenserie zurück. Reger stand sieben komplette Jahre beim SV Ayl, später bei der SG Wawern/Kanzem/Ayl an der Seitenlinie. Zudem führte der 58-Jährige die SG zu zwei Aufstiegen. Nun hat er Schluss gemacht. Wie Peter Mertes, Zweiter Vorsitzender des SV Kanzem, durchblicken ließ, wolle Reger einen neuen Impuls für einen neuen Trainer setzen. Sein Trainerkollege Carlo Müller meinte: „Der Rücktritt erfolgte eher aus persönlichen Gründen. Wir haben uns immer sehr gut verstanden und sind respektvoll miteinander umgegangen. Aber er hat am Ende wohl ein Stück weit aus der Negativserie seine Konsequenzen gezogen.“ Mit Thomas Konz übernimmt ein neuer, alter Bekannter den Part von Reger neben Müller. „Bis zur Winterpause werde ich Carlo unterstützen, bevor ich mich dann wieder meiner Fußballschule im Saartal widme. Das ist ja auch mein Heimatverein und ich wohne ja auch in Ayl. Das ist eine Herzensangelegenheit, da einzuspringen“, soll der 47-Jährige wieder frische Ideen in die Mannschaft tragen. „Die Mannschaft ist gut und hat das Potenzial für die A-Liga. Wir werden uns unter der Woche austauschen und mit Carlo sprechen, wie wir das angehen wollen. Auf der Leistung gegen Föhren können wir aufbauen. Die Mannschaft muss versuchen, Stabilität aufgebaut zu bekommen, die Bude dichtzuhalten und über Ballgewinne selbst das Spiel zu gestalten.“ Konz fordert, den Fokus auf zwei, drei gefährliche Spieler der Niederkeller zu legen. „Wir müssen die Flanken und Zuspiele auf Jakob Reichert unterbinden und als Team konsequent verteidigen.“ Für den verletzten Torwart Daniel Haas (Muskelfaserriss) rückt Robin Schreiner in den Kasten. Sage und schreibe fünf Siege am Stück haben die Niederkeller jetzt eingefahren. Eine Bilanz, die sich sehen lassen kann und die so nicht vorhersehbar war. Gegen Schweich gelang trotz 82-minütiger Unterzahl – Niklas Becker hatte wegen einer Notbremse in der achten Minute glatt Rot gesehen – ein 2:1-Sieg. Spielertrainer Robin Witzel, der das Team im Sommer übernommen hatte, ist stolz auf so eine Serie. „Die Jungs arbeiten hervorragend mit, kämpfen und fighten in jedem Spiel. Zuletzt hatten wir auch das Spielglück auf unserer Seite.“ Mit Niederkell gastiert das derzeit formstärkste Team (mit Föhren) beim momentan formschwächsten Team der Liga. „Kanzem wird heiß darauf sein, uns die Punkte abzuluchsen. Sie haben meist nur knapp verloren. Bei so einem Traineraustausch geht meist auch ein Ruck durch die Mannschaft. Keiner von uns darf glauben, dass es ein Selbstläufer wird. Zumal wir aus dem Hinspiel noch was gutzumachen haben. Bei meiner Trainerpremiere in Mandern haben wir 0:3 verloren. Auf dem Hartplatz in Wawern werden wir vermehrt auf die zweiten Bälle gehen müssen und auch selbst lange Bälle einstreuen.“ Niklas Becker fehlt rotgesperrt, Phil Schmitt aus privaten Gründen. Johannes Engler ist wieder an Bord. Fraglich sind indes Noah Sutter (Oberschenkelprobleme), Tim Justinger (Leiste) und Marius Jost (grippaler Infekt).
Wawern, Sonntag, 9.11., 14.45h
