Der Sieg war das Ziel und den Sieg konnte die SG Hermeskeil verbuchen. Am Ende allerdings weniger souverän, als man sich nach einer komfortablen Pausenführung gewünscht hätte.
Die SG Hermeskeil erwischte nach den Niederlagen gegen Ehrang und Tarforst einen guten Start in die Partie gegen den SV Farschweiler. Die Hausherren dominierten und trafen durch Arman Anari bereits in der elften Minute zur Führung. Trotz weiterer hochkarätiger Chancen konnte die Spielgemeinschaft den Vorsprung erst in der 29. Minute durch Armin Begic weiter ausbauen. Im Anschluss scheiterten die Hausherren abermals in mehreren Szenen an Farschweilers Schlussmann Jannik Jonas oder der eigenen Abschlussschwäche. Dennoch ließen die Hermeskeiler noch vor der Pause das 3:0 durch Michael Urhahn folgen (44.).
Zum zweiten Durchgang brachten die bis dahin enttäuschenden Farschweilerer mit Kevin Cottez, Jannik Schmitt und Felix Nickels drei frische Spieler in die Partie. Der Plan ging auf, denn fortan waren die Gäste besser im Spiel. Ein Doppelpack von Jannik Schmitt nach zwei Standards (58., 61.) brachte den SVF wieder in Schlagdistanz. Zu mehr sollte es laut Hermeskeils Trainer Andreas Weber allerdings nicht mehr reichen: „Nach zwei Niederlagen in Folge wollten wir – egal wie – drei Punkte einfahren. Wir fingen gut an und spielten in der ersten Halbzeit einen guten Fußball. Wir erarbeiteten uns eine Vielzahl an Torchancen, ließen aber wieder mal Effizienz vermissen. Es stand zwar 3:0, aber wenn wir unsere Möglichkeiten nutzen, muss zur Pause der Deckel drauf sein. Der Torwart von Farschweiler hat zwar stark gehalten, trotzdem fehlte uns die Geilheit auf Tore. In der zweiten Hälfte war es dann das alte Lied: Wir kassierten ein Ei zum Anschlusstreffer und nach einem Standard direkt das 2:3. So ließen wir den Gegner ins Spiel kommen und spielten nur noch mit vielen langen Bällen. In Summe ist der Sieg verdient, aber so ein Spiel müssen wir souveräner über die Bühne bringen.“
Einen verdienten Sieger sah auch Farschweilers Spielertrainer Lukas Jonas, dessen Elf erst im zweiten Durchgang wach wurde: „Wir hatten im Vorfeld schon gehört, dass sich Hermeskeil für die beiden Vorjahresniederlagen revanchieren möchte und so sind sie das Spiel auch angegangen. Sie kauften uns in der ersten Halbzeit schlicht den Schneid ab und waren in den Zweikämpfen präsenter. Wir lagen verdient mit 0:3 hinten und unser Torwart hielt uns in zwei Eins-gegen-eins-Situationen noch im Spiel. Wir nahmen in der Pause einen Dreifachwechsel vor, weil uns die Aggressivität fehlte. In der zweiten Halbzeit waren wir dann deutlich stärker und kamen durch zwei Freistöße aus dem Halbfeld wieder ran. Am Ende war es ein offener Schlagabtausch. Dennoch war es ein verdienter Sieg für Hermeskeil. Hätten wir von Beginn an die Moral der zweiten Halbzeit gezeigt, wäre vielleicht ein Punkt drin gewesen, aber so war es eine verdiente Niederlage.“
