Nun ist die zwölf Partien andauernde Siegesserie doch gerissen: Die Mosella Schweich unterlag in ihrem 13. Saisonspiel erstmals nach zwölf Siegen in Folge und hat damit einen ersten Dämpfer erleiden müssen.

Doch an der Tabellenspitze thront das Team von Thomas Schleimer und René Linster noch immer mit satten vier Punkten Vorsprung bei einem Spiel weniger. Gewinnt die Mosella ihr Nachholspiel in Wallenborn am 22. November, wären es nach aktuellem Stand wieder sieben Zähler. Doch von vorn. Vor 348 zahlenden Zuschauern zelebrierten beide Mannschaften einen tempogeladenen und technisch anspruchsvollen Fußball. Trotz, dass der SV Tawern gut in die Partie startete, gelang es der Mosella, in Führung zu ziehen. So verwertete Pascal Kreber einen zuvor von Valentin Frick noch abgefälschten Schuss aus knapp 20 Metern gegen den völlig überraschten Keeper René Gerhards ins Tawerner Tor. „Da sind wir nicht in den Zweikampf gekommen, müssen den Ball vorher schon klären“, beschrieb Tawerns Trainer Steve Birtz den kleinen Aussetzer in der 18. Minute. Wenige Momente vorher hatte jedoch Nico Kirch die Möglichkeit, die Hausherren in Führung zu bringen, als dieser die Kugel aus zwölf Metern Millimeter neben das Tor der Schweicher setzte. Die Gäste blieben im Anschluss daran bei Standards gefährlich. So verfehlte ein Freistoß von Stephan Schleimer das Ziel nur um Haaresbreite. Doch Tawern meldete sich eindrucksvoll zurück: und das noch in der ersten Hälfte. Nach einem Eckball von Jonathan Konrad stocherte Torjäger Pascal Hurth, der rechtzeitig fit geworden war nach einer zuvor erlittenen Oberschenkelverhärtung, die Kugel aus Nahdistanz über die Linie – 1:1 (28.). Als hätte man es geahnt: Tawern blieb am Drücker und markierte mit der letzten Aktion im ersten Durchgang den – wie sich herausstellen sollte – schlussendlichen 2:1-Siegtreffer. Eine zuvor abgefälschte Ecke von Karim Yahia und die anschließende Flanke von Konrad nutzte Niklas Wenner zum Kopfball und überraschte diesmal den auf dem falschen Fuß stehenden Schweicher Keeper Leon Gerhard (45.). In der zweiten Halbzeit musste Tawern, wie Birtz nach der Spitzepartie unterstrich, ein „bisschen leiden. Wir kamen spielerisch nicht mehr so gut rein, doch was Schweich fußballerisch zeigte, war auch nicht unbedingt zielführend. Die drei Torschüsse, die Schweich in der zweiten Halbzeit hatte, als der Mitspieler vorher hatte abtropfen lassen, stellten keine allzu große Gefahr für uns dar. Sie haben versucht, tiefe Bälle über die Schnittstellen zu spielen. Das haben wir weitgehend unterbunden.“ So konstatierte der Tawerner Coach, dass „wir insgesamt sehr gut verteidigt und fast gar nichts zugelassen haben. Die erste Halbzeit war super von uns, da haben wir unseren Fußball nach vorn durchgezogen und Schweich mehrfach in Verlegenheit gebracht. Hut ab vor dieser Teamleistung. Wir haben  das mannschaftlich und taktisch gut gelöst. Wir sind  weiterhin auf einem guten Weg, dürfen uns aber nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Wir bleiben realistisch.“ Thomas Schleimer meinte nach der Partie: „Irgendwann musste die erste Niederlage mal kommen. Nach dem Ausgleich waren wir in ein, zwei Situationen nicht wach und eng an den Leuten. Da müssen wir bis in die Nachspielzeit der ersten Halbzeit bei den Tawerner Standards konzentrierter sein. Nach dem Wechsel haben wir ein ordentliches Spiel  gemacht, waren aber auch nicht mehr zwingend.“