Während sich die Schweicher mit drei Siegen in Serie aus dem Abstiegssog befreien konnten, befindet sich die SG Geisfeld II noch immer in den Untiefen des Tabellenkellers. Ein Sieg am Winzerkeller könnte da Wunder bewirken und das Schlusslicht in Schlagdistanz zum rettenden Ufer bringen.

Zwei Siege verbuchte der TuS Mosella Schweich III an den ersten acht Spieltagen. Mehr als diese sechs Punkte fanden nicht den Weg auf das Konto der Drittvertretung, die damit lange Zeit zu den Kellerkindern der B-10 zählte. Das war einmal, denn in den vergangenen Wochen legten die Schweicher eine beachtliche Entwicklung hin: Nachdem man vier Spiele in Folge ohne einen eigenen Treffer verlor, glückte gegen die SG Osburg der Befreiungsschlag. An den anschließenden beiden Spieltagen legte die Mosella weitere Erfolge gegen Pölich (4:2) und die SG Haag (1:3) und steht nun mit 15 Zählern auf dem achten Tabellenplatz. 

Eine „180-Grad-Wende“, die für Schweichs Trainer Frank Lamberty eine logische Entwicklung darstellt. So habe sich die Mannschaft erst an den neuen Trainer und seine Trainingsmethoden gewöhnen müssen. Die Einheiten seien fordernder als in den vergangenen Spielzeiten und ebenso die „impulsive“ sowie „direkte“ Art Lambertys eine Umstellung für einige Spieler gewesen. Mittlerweile scheinen Mannschaft und Trainer enger zusammengerückt zu sein, denn der Erfolg stellte sich ein. Auf Rang acht sind die Schweicher voll im Soll, was das Saisonziel Mittelfeldplatz betrifft, und auf die Abstiegsränge beträgt der Abstand elf Zähler. Ferner ist die Drittvertretung auf dem besten Weg, die Vorjahrespunktzahl zu toppen. Einen Schritt in diese Richtung könnte man mit dem vierten Sieg in Folge machen.

Für die SG Geisfeld II wartet mit den gut aufgelegten Schweichern eine knifflige Aufgabe. Zumal das Liga-Schlusslicht nach wie vor auf fremden Plätzen schwächelt und dort bei 3:31 Toren noch keinen Zähler (fünf Partien) verbuchen konnte. Zählbares wird weiterhin dringend benötigt, da das rettende Ufer sechs Punkte entfernt ist. Umso bitterer war der letzte Auftritt der Geisfelder, die sich gegen den direkten Konkurrenten aus Kenn in der Nachspielzeit noch die Punkte teilen mussten, als man die Vorentscheidung per Elfmeter verpasste. 

Dennoch: Der erste Punktgewinn nach sieben Niederlagen in Folge dürfte der SGG-Reserve Selbstvertrauen geben. Zumal auch die Leistung stimmte. Und eine breite Brust ist vor dem Winter gefragt, warten nach Schweich III und Osburg doch mit Pölich und Haag II weitere direkte Konkurrenten. Lässt man in diesen Partien Punkte liegen bzw. gibt sie an die Rivalen ab, steht dem Aufsteiger im neuen Jahr eine Mammutaufgabe bevor. Und diese dürfte auch mit besseren personellen Aussichten nur schwer zu bewältigen sein. 

So erwartet Schweich-Coach Lamberty nicht ohne Grund „eine Art Letzte-Chance-Spiel“ für die Geisfelder. Die Hausherren haben nach den jüngsten Erfolgen jedoch nicht den Plan, am heimischen Winzerkeller Punkte liegen zu lassen. 

Schweich, So., 02.11., 14.30h

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