Im Derby der beiden Aufsteiger SG Sauertal Ralingen und SG Welschbillig behielten die Hausherren nach unglücklichem Start klar die Oberhand.

Auf ereignislose erste Minute folgte auf dem Godendorfer Kunstrasen ein unterhaltsames Spiel vor rund 200 Zuschauern. Dafür sorgte nicht nur die Derbystimmung zwischen den beiden Aufsteigern SG Sauertal Ralingen und SG Welschbillig, sondern vor allem die Spielfreude der Hausherren. Zunächst erwischten aber die Gäste aus Welschbillig den besseren Start, als Philipp Laudwein in Folge eines Standards zur Gäste-Führung abschloss (8.). Die SGS ließ sich vom frühen Rückstand nicht irritieren und setzte die Welschbilliger zunehmend unter Druck. Ein ums andere Mal erspielten sich die Hausherren gute Abschlussmöglichkeiten, die zunächst ungenutzt blieben. Erst in der 38. Minute glich Luca Barthel zum 1:1-Pausenstand aus.

Im zweiten Durchgang knüpften die Sauertaler nahtlos an ihre Leistung der ersten Hälfte an: Barthel ließ Welschbilligs Schlussmann Niklas Roth nach einem langen Ball stehen und schob zur Führung ein (50.). Nur wenig später entschied Sauertals Ausnahmestürmer mit zwei weiteren Treffern die Partie (73., 76.). Welschbillig hingegen fand nicht mehr in die Partie zurück und kassierte in der Nachspielzeit auch noch das 1:5 durch Philippe Werdel (92.).

Der SG Sauertal glückte damit nach dem verspäteten Aufstieg in die A-Klasse ein perfekter Start in die neue Spielzeit. So bewertet zumindest SGS-Coach Matteo Amodio den Derbysieg: „Es war ein Auftakt nach Maß, mit dem wir sehr zufrieden sein können. Unsere Jungs machten ein richtig gutes Spiel. Obwohl wir nicht gut ins Spiel kamen, waren wir über die gesamte Zeit die spielerisch dominante Mannschaft. Auch im ersten Durchgang hatten wir vier, fünf Hochkaräter. Nach dem Ping-Pong-Tor zum 0:1 konnten wir zum Glück noch vor der Pause ausgleichen. In der zweiten Halbzeit machten wir genauso weiter und nutzten unsere Möglichkeiten. Es war ein hochverdienter Sieg in einem fairen Spiel und vor einer tollen Kulisse. Für uns war es wichtig, das Derby zu gewinnen und mit einem Sieg in die Saison zu starten.“

Für Trainer Christian Adams und seine SG Welschbillig war es ein gebrauchter Tag: „Wir kamen ganz gut in die Partie und präsentierten uns in den ersten 20, 25 Minuten ordentlich. Sauertal stand zunächst tief und überließ uns jeden Ball, womit wir nicht gut zurechtkamen. Im Laufe der ersten Halbzeit ging es dann immer mehr hin und her. Der Ausgleich zeichnete sich irgendwann ab und obwohl er aus unserer Sicht unglücklich war, war er verdient. Wir erinnerten uns an das Pokalspiel, als wir das Spiel gegen einen Bezirksligisten in der zweiten Halbzeit drehten. Daran wollten wir anknüpfen. Sauertal stellte aber schnell auf 2:1 und 3:1. Wir bekamen keinen Zugriff mehr, ihre Stürmer nicht in den Griff und machten ungewohnt viele Fehler. Nahezu kein Spieler konnte an seine gute Form anknüpfen. Solche Tage gibt es und so einen hatten wir gegen Sauertal.“

Foto: Archiv/Sandra Maes