„Wollen schnell die Punkte einfahren“

Roger Reiter – SG Badem

12. Mai 2022, 17:26 Uhr

11ER: Wie ordnen Sie den 5:3-Erfolg in Körperich vom letzten Sonntag ein?

Roger Reiter: Auf jeden Fall in die Kategorie sehr wichtig. Dieses Sechs-Punkte-Spiel mussten wir gewinnen, sonst wäre Wallendorf weiter wegmarschiert. Der Sieg war für die Moral der Truppe unheimlich wichtig. Bis auf die leichten Fehler, die zu den Gegentoren geführt haben, sind alle Vorgaben umgesetzt worden.


11ER: Was kann dieser Sieg im Hinblick auf das Saisonfinale bewirken?
Reiter: Es sind noch fünf Spiele. Mit diesen drei Punkten, die wir in Körperich geholt haben, sind wir wieder mit dabei und nicht mehr akut gefährdet. Ziel muss es jetzt sein, den 13. Platz zu halten. Mit anderen Szenarien, die nicht bei uns liegen, werden wir uns nicht beschäftigen. Der Klassenverbleib hat absolute Priorität, und den zu erreichen, liegt nur an uns.

11ER: Ihre Mannschaft durchlebte im März/April eine schwarze Serie mit sechs Niederlagen in Folge. Was hat dort genau nicht gepasst?
Reiter: Wir hatten zahlreiche Verletzte und verschiedene Coronafälle im Team, wir mussten demzufolge jede Woche mit einer anderen Mannschaft antreten. Diese Misere zog sich wie ein roter Faden durch die Phase des Meisterschaftskampfes. Teilweise haben wir auch Spiele unglücklich verloren, wie gegen Zeltingen (2:3) und bei der SG Ruwertal (0:2). Da waren wir die bessere Mannschaft, versäumten es aber, die Tore zu machen.

11ER: In den letzten vier Partien haben Sie einen Aufwärtstrend erkennen lassen und sieben Punkte geholt. Was hat ihre Mannschaft da besser gemacht?
Reiter: Eigentlich nichts Großartiges. Wir haben das Optimum rausgeholt aus der Mannschaft, es kamen zwei, drei Leute aus der Verletzung zurück. Das macht bei unserem kleinen Kader unheimlich viel aus. Auch das Spielglück kam zurück. Gegen Schoden haben wir mit dem ersten Angriff das erste Tor gemacht. So waren Spielfluss und Spielglück wichtige Komponenten.

11ER: Mit Schweich am Mittwoch, den 18. Mai und in Konz zwei Tage danach hat ihre Mannschaft nach dem Spiel gegen Schillingen zwei schwere Kaliber vor der Brust. Am vorletzten Spieltag und zum Saisonfinale geht es noch gegen Ralingen und Kröv. Wie gehen Sie die letzten Saisonspiele an?
Reiter: Schweich und Konz sind zwei ganz schwere Spiele, vielleicht können wir dort irgendwo ein Pünktchen mitholen. Doch wir versuchen, jetzt so schnell wie möglich die Punkte einzufahren und wollen es auf die letzten beiden Spiele gar nicht erst darauf ankommen lassen.

11ER: Welche Stärken bringt Michael Nierobis ein?
Reiter: Michael ist ein guter Konterspieler und technisch beschlagen. Er ist schnell mit und ohne Ball und agiert sehr mannschaftsdienlich. Zudem besitzt Michael gute Charaktereigenschaften. Im Mittelfeld kann er alles spielen, fühlt sich aber auf seiner linken Seite am wohlsten. Er muss jedoch noch mehr aus seinen Fähigkeiten machen und mehr Torgefahr nach vorn entwickeln.

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