Die Rioler Aufholjagd ist vorerst gestoppt worden. Nach dem 2:0 gegen den TuS Schillingen und dem Erfolg im Nachholspiel am Mittwoch in Welschbillig mit dem gleichen Ergebnis endete der Megastart der SG Riol in Pluwig.


Beim 1:3 fielen die entscheidenden Gegentore aber erst spät. Doch der Blick geht noch einmal zurück auf den Mittwoch. In Welschbillig hatte das Team von Neu-Coach Andreas Schneider in einer eminent wichtigen Partie im Kampf gegen den Abstieg mit 2:0 die Oberhand behalten. Der Trainer hatte dazu eine klare Meinung: „Wir haben defensiv richtig gut gestanden und bis auf eine Kopfballchance von Marc Willems am Anfang eigentlich nichts zugelassen. Welschbillig ist bei Standards und Einwürfen immer gefährlich, aber wir haben uns gut darauf eingestellt und die meisten Situationen gut verteidigt. Der Schlüssel zum Erfolg war unsere stabile Abwehr, und mit dem zweiten Spiel in Folge ohne Gegentor können wir echt zufrieden sein. In der zweiten Halbzeit haben wir noch ein paar gute Chancen vergeben, wie den Pfostenschuss und die Eins-gegen-eins-Situation gegen den Torwart. Das zweite Tor war zwar ein bisschen glücklich, aber das Glück haben wir uns durch die starke zweite Hälfte erarbeitet. Insgesamt ein verdienter und wichtiger Auswärtssieg für uns.“ In Pluwig schien die Glückssträhne der Moselaner zunächst so weiterzugehen. Denn als Christian Fox einen Flankenball unglücklich ins eigene Tor abfälschte, stand es nach einer Viertelstunde 0:1. Noch vor der Pause reparierte die DJK den Schönheitsfehler und kam in der 30. Minute durch eine schöne Einzelleistung Alfred Sartisson zum 1:1-Ausgleich. Saimir Zemblaku hatte den Treffer vorbereitet. DJK-Trainer Uwe Wess wechselte dreimal durch und brachte u.a. mit Christian Guth und Marcel Kohl offensiven Schwung in die Partie. Kohl war es auch, der in der 75. Minute die Hausherren in Führung brachte und die Partie drehte. Die Entscheidung reifte nur zwei Minuten später, als Peter Welter mit einem satten Distanzschuss das 3:1 erzielte. Riols Coach Andreas Schneider wechselte mit Albert Niculae und Luca Welter frisches Offensivpersonal ein, doch der Erfolg eines weiteren Treffers stellte sich nicht mehr ein. „Beide Mannschaften neutralisierten sich im Mittelfeld, sodass es nur wenige klare Torchancen auf beiden Seiten gab. Wir gingen glücklich mit 1:0 durch ein Eigentor in Führung. Immer wieder hatten wir Umschaltmomente, konnten jedoch keine zwingende Gefahr entwickeln. Nach einer halben Stunde mussten wir den Ausgleich hinnehmen. Kurz vor der Pause zog sich unser Spieler Yasin Shallar ohne gegnerische Einwirkung eine schwere Verletzung zu und musste mit dem Krankenwagen abtransportiert werden. Die genaue Diagnose steht noch aus, aber es besteht der Verdacht auf eine Kreuzbandverletzung. In der 75. und 77. Minute kassierten wir per Doppelschlag das 2:1 und 3:1. Beim 2:1 verteidigten wir nicht konsequent genug, obwohl es mehrere Gelegenheiten gab, den Ball zu klären. Beim 3:1 schlug ein Sonntagsschuss aus der Distanz nach einem misslungenen Klärungsversuch im Tor ein. Nach den intensiven 90 Minuten vom Mittwoch fehlte uns am Ende die Frische, um hintenraus noch einmal richtig gefährlich zu werden. Insgesamt ein gebrauchter Tag. Etwas aus Pluwig mitzunehmen war definitiv möglich und dazu noch die schwere Verletzung von Yasin“, erklärte Riols Coach Schneider den unglücklichen Auftritt von Pluwig. Pluwigs Trainer Uwe Wess war mit dem Auftritt zufrieden. „Riol war über eine frühe Standardaktion gefährlich. Obwohl wir gut im Spiel waren, hat uns das Eigentor ein bisschen zurückgeworfen. Doch die Köpfe sind nur kurz nach unten gegangen, wir haben schnell wieder in den Spielfluss gefunden. In der Halbzeit konnten wir einen Doppelwechsel vollziehen, der neuen Schwung entfacht hat. So hat Marcel Kohl mit seinem ersten Ballkontakt aus 15 Metern überlegt abgeschlossen. Das 2:1 war der Lohn unserer Angriffsbemühungen. Den Abpraller von Peter Welter aus 20 Metern, den er humorlos per Dropkick in die Maschen setzte, hat die Partie dann entschieden.“ Mit jetzt 26 Punkten hat die DJK den Abstand nach unten entscheidend vergrößern können. Elf Punkte beträgt das Guthaben auf den ersten Abstiegsplatz.