Die SG Freudenburg ist durch, oder? Zumindest könnte man dies aufgrund der letzten Spiele der Spielgemeinschaft denken. Doch dahinter spitzen der VfL Trier und die SG Hochwald II bereits die Stollen. Lediglich drei Punkte trennen den Ersten und die beiden Zweiten. Spannend ist es auch im Tabellenkeller, wo gleich fünf Teams um den Klassenerhalt zittern müssen.
SG Freudenburg
60:17 Tore, 41 Punkte – Freudenburg ist nach 16 Spielen auf dem besten Weg in die B-Klasse. Die Mannschaft von Trainer Thomas Repplinger ist eingespielt, hat starke Jugendspieler und mit Kim Schu sowie Vitalji Flaum zwei Stürmer, die regelmäßig treffen. Zudem steckt das Team Rückschläge weg und besiegte den direkten Konkurrenten VfL Trier mit 2:0. Unter normalen Umständen darf sich die SG Freudenburg bald über den Meistertitel der C-Klasse freuen – schlagen kann sich die Spielgemeinschaft eigentlich nur selbst. „Unsere Erwartungen wurden übertroffen. Wir sind zwar davon ausgegangen, dass wir oben mitspielen, aber nicht, dass wir so weit oben stehen. Wir wollen uns da oben festsetzen, das wird schwer genug“, sagt Trainer Thomas Repplinger.
VfL Trier
Auf dem zweiten Platz steht der VfL, dessen Trainer Patrick Deutschen noch etwas den verlorenen Punkten aus den Spitzenspielen hinterher trauert: „Gerade die Spitzenspiele sind natürlich etwas in die Hose gegangen. Aber nach dem Remis gegen Konz ist die Mannschaft noch enger zusammengerückt. Wir wollen in der Rückrunde zeigen, dass wir weiterhin eine Spitzenmannschaft sind und auch gegen die anderen Topteams gewinnen können.“ Zudem lasse er sich mit seiner Mannschaft nicht von den starken Freudenburgern abschrecken: „Wir wollen den direkten Aufstieg!“
SG Hochwald II
Den könnte sich die SG Hochwald II sicherlich auch gut vorstellen. „Wir gehen mit einem lachenden und einem weinenden Auge in die Winterpause“, sagt Trainer Alexander Quint. Seine Mannschaft habe vor allem in den letzten Spielen viele Punkte verschenkt. „Wir müssen uns noch im Spiel gegen den Ball steigern, sodass wir den Gegner besser unter Druck setzen können“, sagt Quint. Nur drei Punkte Abstand hat die SG Hochwald auf den Spitzenreiter Freudenburg, der zwar noch ein Spiel weniger hat, aber dennoch in Sichtweite ist. Es bahnt sich ein spannender Zweikampf mit dem VfL Trier um den zweiten Tabellenplatz an.
SG Wincheringen
Etwas ab vom Schuss befindet sich bereits die SG Wincheringen. Zwar steht die Mannschaft auf dem vierten Rang, hat aber zehn Punkte Abstand auf den ersten Platz und vier Punkte Vorsprung auf den fünften Rang. Weil das Team trotz überragender zehn
Saisonsiege gleich sechsfach verloren hat, bleibt es vorerst bei dieser komfortablen Position im Niemandsland der Tabelle. Bestätigt die SG WMP ihre Leistung im neuen Jahr, kann sie die Spitzenteams ärgern und ihren Platz behaupten.
SV Konz III
Gesteigert hat sich auch die dritte Mannschaft des SV Konz. Der neue Trainer Hakan Dilek lobt die neue Struktur, die seine Mannschaft jetzt auszeichne. Dennoch sei er nicht gänzlich zufrieden: „Im Vergleich zur letzten Saison haben wir uns gesteigert, aber zu viele Punkte liegen lassen. Die Leistung spiegelt nicht den Tabellenplatz wider. Wir haben zehn Punkte verspielt. Wir müssen noch an der Einstellung und Motivation an jedem Spiel arbeiten und hochkonzentriert in jedes Spiel reingehen.“
FC Könen II
Beim Aufsteiger ist man Trainer Dominik Scherer zufolge mit der starken Hinrunde zufrieden: „Ich bin momentan mit der Punkteausbeute sehr zufrieden. Als Aufsteiger so eine gute Hinrunde zu spielen ist selten. Die Mannschaft hält sehr gut zusammen und hat einen tollen Kampfgeist. In der Winterpause werden wir noch an der Chancenverwertung arbeiten.“ 24 Punkte hat der FCK II bisher gesammelt und wird (vermutlich) mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben.
SV Filzen-Hamm
In dieser Saison scheinen starke Aufsteiger in Mode zu sein. Denn auch der SV Filzen-Hamm spielt eine starke Runde und sorgte für so manche Überraschung, was wiederum selbst für überraschte Gemüter bei Trainer Raimund Elsen sorgt: „Ich bin sehr überrascht, dass die Mannschaft technisch und kämpferisch so stark ist. Von Sonntag zu Sonntag haben sie immer alles gegeben. Diese Platzierung hätten wir niemals erwartet und sind deshalb mehr als positiv überrascht.“
SG Serrig II
Eher durchwachsen fällt die Bilanz bei der zweiten Mannschaft der SG Serrig aus. Die Mannschaft von Trainer Oliver Hauser erwischte einen grottigen Start, fing sich dann und stagniert nun auf dem achten Tabellenplatz. Positiv ist die Ausgangsposition deshalb, weil der Abstand zu den Abstiegsrängen kuschelige acht Punkte beträgt – hier sollte nichts mehr schiefgehen.
SV Ayl
Diese Saison hat sich der SVA sicherlich anders vorgestellt. Lange kam die Mannschaft nicht über den zwölften Rang hinaus, man trennte sich von Trainer Uwe Horn, installierte Dietmar Hürter als neuen Coach und sieht nun so langsam, aber sicher wieder Licht am Ende des Ligatunnels. Ähnlich wie bei der SG Serrig II gilt auch hier: Das Positive ist der Abstand zu den Abstiegsrängen.
SV Tawern II
„Wir sind auf einem guten Weg“, sagt Tawerns Coach Michael Binz. Seine Mannschaft habe lange gebraucht, um ihre Bestform in der Liga zu finden, „wurde dann aber immer besser“. Deswegen würde Tawern am liebsten durchspielen: „Die Pause kommt uns ungelegen.“ Ziel sei es nun, weiter nach oben zu klettern. Will man ganz sicher die Liga halten, ist das auch notwendig. Denn der Abstand zu den Abstiegsplätzen beträgt lediglich vier Punkte.
SG Pallien
Die SG Pallien fühlt sich wohl immer noch wie im falschen Film. Nach dem Ligawechsel von der Trier/Eifel-Staffel in die Saar-Liga kommt das Team von Trainer Jürgen Klankert einfach nicht vom Fleck. Die Gründe sind vielfältig: fehlende Konstanz, fehlende Einstellung und wohl auch die fehlende Qualität. Es bleibt spannend bis zum Schluss!
SV Krettnach II
„Uns hat die Konstanz in den letzten Minuten gefehlt“, moniert Krettnachs Trainer Sven Schneider. Nach einem zwischenzeitlichen Hoch hat sich das Team wieder knapp vor den Abstiegsrängen eingependelt und kommt dennoch nicht vom Fleck. „Wir spielen einfach zu oft unentschieden“, sagt Schneider.
SG Schoden III
„Wir hoffen, dass wir unser Punktekonto nach der Winterpause nochmals erhöhen können“, sagt Schodens Trainer Florian Wagener. Die Hoffnung ist berechtigt, denn auf den ersten Nichtabstiegsplatz hat Schoden derzeit nur zwei Punkte Rückstand – aufholbar! Aber auch die SGS muss wohl bis zum Saisonende um den Klassenerhalt bangen.
SG Zewen II
„Uns fehlt die Fitness, daran müssen wir arbeiten“, sagt Zewens Coach Marc Mergener. Zewen hat mit sechs Punkten Abstand die schlechtesten Karten im Keller.