Topspiel-Nachbericht, Bezirksliga

Quo vadis, Wallendorf?

07. Juni 2022, 12:09 Uhr

Tim Nottinger (links) und die SG Wallendorf haben ihr letztes Spiel gegen Speicher mit 2:3 verloren und müssen weiter um den Klassenerhalt zittern. Foto: Archiv

Nach der neuerlichen 2:3-Heimniederlage gegen den SV Speicher ist Wallendorf vermutlich abgestiegen. Als Tabellen-15. mit 32 Punkten hat das Team des scheidenden Trainers Frank Hermes aber noch einen Funken Resthoffnung auf den Klassenverbleib.

Die Eifeler bleiben dann in der Liga, wenn sich Rheinlandliga-Absteiger SV Mehring dazu entscheidet, sein Startrecht in der Bezirksliga nicht wahrzunehmen, und die SG Ellscheid den Klassneerhalt in der Rheinlandliga packt. Das wiederum wäre nur der Fall, wenn sich der TuS Kirchberg in der Relegation zur Oberliga durchsetzt und aufsteigt.

Entsprechend enttäuscht zeigte sich auch Wallendorfs Co-Spielertrainer Andreas Hartmann: „Wir sind ganz schlecht reingekommen und befanden uns 25 Minuten lang im kollektiven Tiefschlaf. In dieser Phase haben wir keine Zweikämpfe gewonnen, Fehlpässe en masse haben Speicher stark gemacht. Die zwei frühen Gegentore haben es dann für uns nicht einfacher gemacht.“ Markus Nikolay hatte per Doppelschlag für eine 2:0-Führung der Töpferstädter gesorgt – 0:1 (3.), 0:2 (11.). „Vor dem 0:1 führte ein Kommunikationsfehler auf unserer linken Seite mit einem Fehlpass zu einem Konter. Beim 0:2 begehen wir auf der rechten Seite einen Stellungsfehler und sind dann nicht in den entscheidenden Zweikampf gekommen“, hatte Hartmann zwei gravierende Fehler im Aufbauspiel ausgemacht. Erst danach berappelte sich Wallendorf und kam durch Pascal Müller noch vor der Pause zum Ausgleich – 1:2 (30.), 2:2 (36.). „Wir haben dann auf die Reset-Taste gedrückt, waren gut im Spiel und haben dann in der zweiten Halbzeit alles versucht, noch zum Siegtor zu kommen. Leider haben wir nie wirklich die passenden Lösungen gefunden.“ Speicher konnte befreit aufspielen und hatte sich bereits seit zwei Wochen mit seinem Schicksal als Absteiger abgefunden. Mit dem 3:2 von Artur Poloshenko beweis das Team von Martin Wagener doch noch mal Comebackqualitäten. „Wir mussten aufmachen, wurden dann aber gnadenlos ausgekontert. Es ist einfach nur enttäuschend“, saßen Hartmann und dessen Team nebst dem scheidenden Trainer Frank Hermes bei der Analyse noch lange gemeinsam im Kreis zusammen. Für Wallendorf könnte – falls es dennoch absteigt - damit eine vierjährige Bezirksliga-Ära zu Ende gehen.

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