Ein Auftakt nach Maß bescherte sich der SV Tawern gleich im ersten Heimspiel der Saison gegen den ambitionierten Rheinlandligaabsteiger FSV Salmrohr.
Vor 317 zahlenden Zuschauern im weiten Rund der schmucken Tawerner Sportanlage hatten die Gastgeber das glücklichere Ende für sich beansprucht. Denn Pascal Kirch war es, der in der vierten Minute der Nachspielzeit den 2:1-Siegtreffer erzielte und die eigenen Fans in Verzückung geraten ließ. Doch vom vorn. Für den ersten Paukenschlag sorgte aber der FSV, der früh anlief und die ersten Akzente setzte. Mit einem Distanzschuss in den Winkel sorgte Louis Thul für die Gästeführung (7.). Der SVT schüttelte den Schock des frühen Rückstandes zeitig ab und fand durch Pascal Hurth eine zeitnahe Antwort. Der Torjäger vom Dienst, der nach halbjähriger Verletzungspause ein tolles Comeback feierte, traf per Abstauber – 1:1 (16.). Tawern blieb auch in der Folgezeit tonangebend, traf durch einen Kopfball von Pascal Güth und einen von einem Salmrohrer Abwehrspieler noch abgefälschten Schuss zweimal die Latte. Weil der FSV defensiv stabil stand, über Konter zum Erfolg kommen wollte, den Salmtalern aber die Durchschlagskraft fehlte, entschied ein einziger Spielzug in der vierten Minute der Nachspielzeit dann doch noch die Partie zugunsten der Heimelf. Hurth legte nach einem der vielen Angriffe über Außen nach Flanke von Jonathan Konrad mit der Brust auf Pascal Kirch ab. Der blieb cool und traf unter dem Jubel der fast 317 Zuschauer ins kurze Eck – 2:1 (90.+4). Tawerns Coach Steve Birtz war zufrieden. „Nach dem wir die ersten zehn Minuten nicht richtig in die Partie fanden, hat danach nur eine Mannschaft gespielt. Insgesamt ist der Sieg glücklich ausgefallen, doch in Summe hochverdient. Wir sind nach dem Rückstand ruhig geblieben, haben nicht den Kopf verloren und oft spielerische Lösungen gefunden. Wir haben bis zum Schluss an den Sieg geglaubt.“ Wie der Luxemburger befand, habe man im ersten Spiel gegen einen so prominenten Gegner gezeigt, dass man auch spielerisch überzeugen kann. „Oft sind wir über die Außen durchgekommen. Jonathan Konrad und Pascal Kirch haben oft über die Seiten geflankt, doch oft haben deren Flanken und Pässe keinen Abnehmer gefunden. Umso schöner ist es, dass es in der Nachspielzeit noch geklappt hat.“ Frank Thieltges auf Salmrohrer Seite war ob des späten Punktverlustes freilich enttäuscht. „Am Ende des Tages war es ein typisches Unentschieden-Spiel. Es war sehr intensiv und spielerisch gutklassig. Tawern hatte mehr Ballbesitz, wir agierten defensiv stabil, schafften es aber nicht, nach vorn mehr Akzente zu setzen. Der Fehler am eigenen Sechzehner, als wir die Situation spielerisch lösen wollten, war entscheidend. Es ist sehr ärgerlich. Mit der Leistung bin jedoch einverstanden.“ In einer Szene sah sich der FSV-Coach allerdings benachteiligt. So hatte ein Tawerner Abwehrspieler seiner Ansicht nach, nach einer Flanke von Alex Kirsch den wuchtigen Kopfball von Luca Schütz nur mit der Hand vor der Linie geklärt. „Der Pfiff des ansonsten guten Schiedsrichters aber blieb aus. Das war eine ähnliche Szene wie beim Handspiel von Cucurella im Spiel gegen Deutschland. Der Arm war klar abgespreizt. Doch deshalb haben wir heute nicht verloren.“
