Trotz des ersten Sieges nach vier Partien ohne dreifachen Ertrag steigt die SG Osburg/Thomm/Lorscheid/Morscheid in die Kreisliga B ab.

Weil der VfL Trier sein entscheidendes Spiel gegen die DJK Pluwig-Gusterath mit 3:2 für sich entschied und der Rückstand auf sechs Punkte angewachsen ist, muss im Schlepptau der Hochwälder auch der zweite Anzug des FSV Trier-Tarforst runter in die B-Klasse. Da kam die frohe Kunde über den Klassenverbleib der ersten Mannschaft in der Rheinlandliga gerade recht, denn ein Doppelabstieg wäre ein herber Rückschlag in der Entwicklung der beiden vorbildlich geführten Teams und des Gesamtvereins gewesen. Unter dem neuen Trainer Alexander Becker übernimmt die FSV-Reserve in der Kreisliga B ab dem Sommer einen neuen Anlauf auf eine sofortige Rückkehr in die höchste Kreisklasse. Ähnlich der Hochwälder, die nach 21 Jahren in Bezirksliga bzw. A-Liga wieder in die Kreisliga B müssen. Da sechs Routiniers aufhören, wird es auch dort einen Neustart und einen größeren Umbruch geben. Das Spiel selbst lebte von einigen Emotionen und kämpferisch geprägten Szenen. Bereits in der fünften Minute war es Osburgs Florian Wiesenthauer, der mit einem Volleyschuss am herauseilenden FSV-Keeper Johannes München die Gästeführung erzielte – 0:1 (5.). Die Antwort der Tarforster ließ nicht lange auf sich warten. Zwar aus leicht abseitsverdächtiger Position wurde Paul Kersthold auf die Reise geschickt, der mit einem gekonnten Querpass den jungen Franzosen Alexandre Tabet bediente und es plötzlich 1:1 stand. Einige Szenen später hätte der FSV gar in Führung gehen können, ja vielleicht auch müssen, als Joel Schneemilch freistehend an Philipp Molitor im Osburger Kasten scheiterte. In der 20. Minute vergab Matthias Finsterwalder eine große Möglichkeit für den FSV, als er am Fünfereck stehend abzog, doch Jens Heimfarth auf der Linie klärte. Durch den Tarforster Dauerdruck ergaben sich für die Gäste Konterräume. Ein solcher Tempogegenstoß hätte die abermalige Führung bedeuten können, doch Cristian Cancelo Martinez’ Schuss wurde von München zur Ecke geklärt. Im Ergebnis des Eckballs war anschließend Heimfarth per Kopfball zur Stelle – 1:2 (21.). Während die Höhenstädter deutlich mehr Ballbesitz und auch einen Großteil der guten Torchancen hatten, zeigte sich Osburg effizient in seiner Chancenauswertung. Die Entscheidung reifte, als der eingewechselte Alex Schabo sechs Minuten vor Schluss im Anschluss an eine Tarforster Ecke plötzlich den Ball bekam, schnurstracks allein auf das Tarforster Tor zusteuerte und die Kugel überlegt an München vorbei zum 3:1 einschob – 1:3 (84.). Weil Tarforst im zweiten Durchgang die Durchschlagskraft fehlte und Osburg sämtliche Standards über die zweiten Bälle stark wegverteidigte, blieb es beim alles in allem verdienten 3:1-Auswärtservolg der Osburger.

Beide müssen nun den bitteren Gang in die kreisliche Zweitklassigkeit antreten. So zeigte sich FSV-Coach Steffen Hilmer arg enttäuscht über den Auftritt: „Es war eine verdiente Niederlage, um es vorwegzunehmen. In der ersten Halbzeit haben wir unsere Chancen nicht in Tore ummünzen können und defensiv zweimal total neben uns gestanden. Nach dem Wechsel haben wir aus unserem Ballbesitz keinen Ertrag ziehen können und wurden dann ausgekontert. Ich bin enttäuscht und niedergeschlagen, dass wir es nicht geschafft haben, unsere Qualität in Zählbares umzuwandeln. Ich hoffe sehr, dass die Jungs nächstes Jahr unter dem neuen Trainer voll angreifen und möglichst rasch zurückkommen.“ Osburgs Co-Spielertrainer Luca Leonhard sah ein weinendes und ein lachendes Auge. „Es ist natürlich schade, dass wir abgestiegen sind, da wir eine ordentliche Rückrunde gespielt haben. Die Welt geht deshalb nicht unter. Wir machen ab dem Sommer einen Neuanfang, wollen in Sachen neue Spieler auch noch mal aktiv werden und ein, zwei Spieler zu uns holen. Ziel ist, uns in der B-Liga zu etablieren und dann schauen wir, was mit der jungen Mannschaft möglich ist.“ Zum Spiel in Tarforst meinte der 26-Jährige, dass „wir sehr diszipliniert gearbeitet und gut gestanden haben. Ruben Krupa hat uns aus Köln kommend auch noch mal ausgeholfen, weil wir eng mit den Leuten waren. Wir sind viel gelaufen gegen eine spielerisch gute Tarforster Mannschaft und agierten sehr effizient. Wir haben aus drei Torchancen zwei Tore vor der Halbzeit gemacht und uns mit einem herrlichen Konter durch Alex Schabo zum 3:1 belohnt. Doch leider ist der Abstiegs damit besiegelt“. Leonhard richtete die Glückwünsche an den VfL Trier. „Glückwunsch an den VfL Trier zum Klassenerhalt. Wer Schöndorf auf deren Platz und auch Pluwig zuhause schlägt – das sind zwei Topteams –, der hat es verdient, drinzubleiben“, gab Leonhard anerkennende Worte an die Heiligkreuzer weiter.