Der mittlerweile souveräne Tabellenführer der Kreisliga A9, die Oberliga-Reserve von Eintracht Trier, empfängt mit dem VfL Trier nicht nur einen der Stadtrivalen, sondern auch eine Mannschaft, deren Tendenz klar nach oben zeigt.
Freilich sind die Rollen klar verteilt, der SVE ist der turmhohe Favorit. Für SVE-Trainer Timo Zeimet ist die Partie auf dem heimischen Kunstrasen gleich hinter dem Moselstadion ein Fingerzeig darauf, ob der steile Weg nach oben auch weiterhin Bestand hat. „Der VfL kommt mit neuem Trainer und neuem Selbstbewusstsein zu uns. Das wird keine leichte Aufgabe und ist eine Herausforderung. Ich denke, dass sich unsere individuelle Qualität durchsetzen kann, wenn die Spieler ihre Aufgaben erfüllen und die Einstellung stimmt. Wir wollen früh für klare Verhältnisse sorgen“, so Zeimet, der einen tiefstehenden Gegner erwartet. „Der VfL möchte uns ärgern, da müssen wir auch körperlich dagegenhalten. Wir wollen unsere Umschaltmomente nutzen, zügig und strukturiert nach vorne spielen. Hier geht es auch um Körpersprache. Wenn wir alles abrufen, wird es schwer, gegen uns zu gewinnen.“ Zeimet muss auf Benedikt Decker (Sprunggelenkprobleme), Christopher Cartus (Oberschenkelzerrung) sowie auf Benedikt Resch (Urlaub) verzichten. Für VfL-Trainer Marco Neumann ist die Sache klar: „Wir sind klarer Underdog, doch wir wollen der bestmögliche Gegner für die Eintracht sein. Sie kommen mit einer unfassbaren individuellen Qualität, großen Namen und spielen einen unfassbar guten Fußball.“ Doch Neumann ist niemand, der sich hinten reinstellt und destruktiv agieren lässt. „Wir versuchen, mitzuspielen, wollen zustellen, früh anlaufen, aber auch Fußball spielen. Es geht darum, hoch zu verteidigen und unsere Möglichkeiten nach vorne zu suchen.“ Neumann, der seit der Winterpause bei den Heiligkreuzern in Amt und Würde steht, weiß, was auf seine Mannschaft zukommt. „Ich erwarte eine Eintracht, die dominant spielen möchte. Es liegt an uns, wie wir mit der Situation umgehen. Die defensive Grundordnung muss stimmen“, so der VfL-Coach, der weiterhin auf Arne Hackmann (verletzt) und Till Wollenweber (Aufbautraining) verzichten muss. Joshua Nauert kommt aus der Rotsperre zurück und stellt wieder eine Kaderoption dar.
Trier, Moselstadion, So., 17.3., 15.30h
