In Waldweiler trennten sich der Tabellenachte und der Rangvierte aus Trier-Irsch 2:2-Unentschieden. Dabei sahen die 150 Zuschauer auf dem Hartplatz auch kuriose Treffer.

In der elften Minute sorgte Niederkells Torwart Tobias Weiland für lange Gesichter bei den Gästen, als sein Abschlag lang und länger wurde und zur Überraschung seines Gegenübers Jakob Schergen plötzlich im Netz zappelte. Der Irscher Keeper hatte den Ball falsch eingeschätzt und unterlaufen. Nur vier Minuten später war erneut Weiland an einem Tor beteiligt, als der vor dem heraneilenden Hakauan Kamphorst Morales aus seinem Kasten stürmte und wohl einen Tick zu spät kam. Den fälligen Elfmeter verwandelte Marco Döring sicher – 1:1 (15.). Noch in der ersten Halbzeit legte der SVI wieder vor. Luca Sasso-Sant hatte eine Flanke von Konstantin Arens per Linksschuss in die Maschen gesetzt und so für die erneute Führung der Trierer gesorgt.

Kurz nach Wiederbeginn egalisierte Niederkell die Irscher Führung erneut. Ein langer Freistoß von Johannes Engler landete bei Dennis Winthang, der sich nicht zweimal bitten ließ und die Kugel ins lange Eck donnerte – 2:2 (50.). In der Schlussphase besaß der SVI durch den eingewechselten Spielertrainer Sebastian Szimayer die Chance zum Siegtreffer, doch der 34-Jährige wollte es zu genau machen und schmetterte eine Direktabnahme mit dem Rücken zum Tor stehend an die Latte.

SG-Coach Tobias Spruck, im Vorjahr noch beim SVI an der Seitenlinie, zeigte sich zufrieden mit dem Auftritt seiner Jungs. „Das Ergebnis ist okay, mit dem Engagement und der Leistung war ich definitiv zufrieden. Wir mussten einmal auf der Linie klären, hatten aber auch zwei, drei gute Gelegenheiten zum Sieg. Die Jungs haben gekämpft, wir können mit dem Punkt sehr gut leben. Wir hatten in der ein oder anderen Situation ein bisschen Glück und müssen unsere Konter vielleicht ein bisschen sauberer ausspielen. Ansonsten haben wir uns für die engagierte Spielweise mit dem ersten Punkt belohnt.“

Sebastian Szimayer auf Irscher Seite war zumindest mit dem Ergebnis nicht ganz zufrieden. „Zunächst haben wir den Elfmeter glücklich bekommen. Auf der anderen Seite haben wir Niederkell das erste Tor regelrecht geschenkt, weil sich unser Torwart bei einem weiten Abschlag verschätzt hat. In der ersten Halbzeit hat Niederkell schon allerhand Druck aufgebaut. Was mich wieder geärgert hat, war die Tatsache, dass wir in den ersten zehn Minuten nach der Pause ein Gegentor kassiert haben, weil wir unkonzentriert waren. Die SG hat gut verteidigt und sich den Punkt verdient. Wir hätten insgesamt abgeklärter sein müssen, um dort zu gewinnen. Kämpferisch kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Kleine Unkonzentriertheiten haben uns den Sieg gekostet.“