Die Rascheider Zweitvertretung wird mit einem Trainernovizen die Reise an die Mosel antreten. Stefan Borresch hat den Job von Stefan Eli übernommen, der aufgrund beruflicher Verpflichtungen das Amt zeitlich nicht mehr ausüben konnte. Der seit 30 Jahren Fußball spielende Borresch hatte einst unter Reiner Knippel gespielt und im Sommer die Fußballschuhe an den Nagel gehängt. Nun will er nur noch coachen.

Über Jahre spielte Stefan Borresch in der ersten Mannschaft, war unter Reiner Knippel auch Co-Trainer. Jetzt wird er nur noch an der Seitenlinie stehen. „Ich kenne jeden Spieler und weiß, wie sie ticken. Ich bin angetreten, um die Mannschaft auf einen guten Mittelfeldplatz zu führen. Um das Ziel zu erreichen, möchte ich aus Leiwen gerne drei Punkte mitnehmen.“ An der Seite der Führungsspieler Simon Kolz, Martin Kolz und Simon Ludwig sollen auch die anderen Spieler Verantwortung übernehmen. „Wir versuchen, die individuellen Fehler abzustellen, eine kompakte Abwehrarbeit zu leisten und ein schnelles Spiel nach vorne aufzuziehen“, sieht der neue Rascheider Coach Ansatzpunkte für einen Sieg. Im Vorjahr sahen die Zuschauer ein 3:3-Unentschieden. Der 19 Mann starke Kader lässt Borresch Möglichkeiten, auf Verletzungen und Sperrren zu reagieren. Der Einsatz von Simon Kolz ist indes ungewiss. Der Stürmer hatte beim Spiel gegen Schillingen einen Schlag auf das Fußgelenk bekommen. Max Cronauer wird nun in der zweiten Mannschaft Spielpraxis bekommen. Der SV Leiwen II ist überraschend erfolgreich in die Saison gestartet und hat dabei eine überragende Heimbilanz aufzuweisen. Fünf Spiele, fünf Siege und 12:1 Tore lassen Gedanken an einen möglichen Abstiegskampf erst gar nicht aufkommen. „Die desolate Auswärtsbilanz liegt an der mangelnden Einstellung mancher jüngerer Spieler, die unter fadenscheinigen Gründen kurzfristig Spiele absagen. Die älteren Spieler hängen sich rein und sind immer da, auf sie ist Verlass“, erklärt Trainer Helmut Winnbeck.

Leiwen, So., 18.10., 12.15h