24.01.2020

Nachbericht, Veltins-Cup: Schweich zum Dritten

Mosella besiegt die SG Fidei und sichert sich den dritten Turniersieg der Hallensaison

In gewohnter Pose: Der TuS Mosella Schweich gewann nach dem VOBA-HSV-Cup und dem Lebenshilfe-Hauptturnier auch den 25. Veltins-Cup. Foto: Robert Heyn

Trotz verhaltener Zuschauerzahlen wurde der 25. Veltins-Cup des SV Leiwen-Köwerich ein Erfolg – dank toller Leistungen der teilnehmenden Mannschaften und spannenden Endspielen inklusive Neunmeterschießen. 

Da die Schweicher Stefan-Andres-Halle weiterhin nicht zur Verfügung steht, musste das Traditionsturnier des
SV Leiwen-Köwerich auch 2020 ausweichen. Nach dem kurzen Aufenthalt in Hermeskeil fand man im Wittlicher
Eventum einen geeigneten Austragungsort für die 25. Auflage. Dadurch erweiterte sich das Teilnehmerfeld um die beiden Bezirksligisten SG Wittlich und Rot-Weiss Wittlich. Die beiden heimischen Mannschaften sollten jedoch im Rennen um den Cupsieg keine Rolle spielen. Rot-Weiss schied als Gruppenvierter bereits in der Vorrunde aus, die SGW verpasste in der Zwischenrunde auf dem dritten Platz den Einzug ins Halbfinale. Dafür spielten sich andere Mannschaften in den Vordergrund: Ausrichter Leiwen zeigte im eigenen Turnier gute Leistungen und zog nach zwei souveränen Gruppenphasen ins Halbfinale ein. Hier verlor man zwar, durfte sich am Ende dennoch über den dritten Platz freuen. Die größere Überraschung war allerdings die SG Fidei: Der B-Ligist spielte gegen die höherklassige Konkurrenz groß auf und zeigte eine bärenstarke Zwischenrunde. Erst im Finale musste sich die SGF den Hallenspezialisten aus Schweich im Neunmeterschießen beugen. Vor allem Fideis Philipp Gulden dürfte es verschmerzen, denn mit 22 Treffern verdiente sich der Stürmer den Titel als bester Torjäger des Turniers. Wie
bei vielen anderen Turnieren in dieser Hallensaison sammelte der Veltins-Cup ebenfalls einen beachtlichen Betrag
zugunsten von Nick Heinsdorf. So soll auch ein Teil des Erlöses dem Fußballer der SG Neumagen zugute kommen.
Davon zeigte sich vor allem Vater Uwe Heinsdorf beeindruckt, der mit den Kickern gegen Krebs in einem Einlagenspiel
auf die Ü40 Mittelmosel Leiwen, amtierender Deutscher Meister, traf. Hier siegte die Auswahl der Kicker gegen Krebs
mit 7:4, was auf den Zuschauerrängen für Beifall sorgte. 

Halbfinale: SG Fidei - SV Leiwen-Köwerich 1:0

Mit der SG Fidei und dem Ausrichter SV Leiwen-Köwerich trafen im ersten Halbfinale zwei Mannschaften aufeinander, mit deren Stärke wohl nur wenige gerechnet hätten.

Mit nur zwei Gegentoren in vier Vorrundenpartien zeigte Ausrichter SV Leiwen-Köwerich eine souveräne Vorstellung. Auch in der Zwischenrunde präsentierte man sich stark: Mit 14:6-Toren und zwölf Punkten musste man sich nur der Schweicher Mosella geschlagen geben. Dementsprechend groß waren die Hoffnungen auf einen Cupsieg der „Hausherren“. Mit B-Ligist Fidei traf man im ersten Halbfinale des Veltins-Cups auf einen alten Bekannten. Bereits in der Vorrunde waren beide Mannschaften in der gleichen Gruppe. Das erste Aufeinandertreffen hatten die Leiwener mit 2:0 für sich entschieden. Das war jedoch keine Garantie für den Sieg, denn die Fidei mauserte sich in der Zwischenrunde zu einem Turnierfavoriten. Trotz höherklassiger Konkurrenz aus Tarforst, Wittlich und Körperich beendete die Sportgemeinschaft die zweite Gruppenphase des Turniers mit einem beeindruckenden Torverhältnis von 25:1 und der maximalen Punktzahl von 15 Zählern. Diese Siegesserie sollte die SGF auch im Halbfinale fortsetzen. Nach umkämpften zehn Minuten schlug man den Bezirksligisten aus Leiwen mit 1:0 und zog ins Finale ein. 

Halbfinale: TuS Schweich - FSV Tarforst 14:13 n.N.

Mit zwei Turniersiegen in den Veltins-Cup gestartet, präsentierte sich die Schweicher Mosella erneut stark. Mit dem FSV Tarforst traf man im Halbfinale auf weitere Hallenspezialisten.

Der TuS Mosella Schweich hatte sich mit den Siegen im VOBA-HSV-Cup und dem Lebenshilfe-Hauptturnier den Ruf als formstärkste Hallenmannschaft der Region verdient. Im Wittlicher Eventum bestätigte man nun diesen Eindruck. In der Vorrunde demonstrierte man die eigene Stärke und verdrängte die SG Körperich, die SG Neumagen sowie den TuS Platten und den Gehörlosen SV Trier auf die folgenden Plätze. Mit 21 Treffern erzielte man in der Vorrunde die meisten Tore aller teilnehmenden Mannschaften. Einen Tag später zeigte man auch in der Gruppenphase, dass man bereit für den nächsten Titel ist. Ungeschlagen und mit 14:2-Toren qualifizierte man sich für das Halbfinale. Nicht so eindrucksvoll, aber dennoch erfolgreich verlief das Turnier des FSV Trier-Tarforst. Seit Jahren als eine der stärksten Mannschaften in der Halle bekannt, war der Rheinlandligist in der bisherigen Saison leer ausgegangen. Als Gruppenerster in der Vorrunde reichte es hinter der SG Fidei zum Einzug ins Halbfinale. Dort schenkte man der Mosella keinen Meter. Auch die Schweicher hielten stark dagegen, sodass nach zehn Minuten Spielzeit und einem
Treffer auf jeder Seite kein Sieger feststand. Wie bereits im Dachdecker-Lauer-Cup wollte auch in diesem Neunmeterschießen keine der beiden Mannschaften als Sieger vom Platz gehen. Erst nach zahlreichen Treffern konnte die Mosella mit 14:13 den Finaleinzug bejubeln. 

Spiel um Platz 3: FSV Tarforst - SV Leiwen-Köwerich 2:3 n.N.

Pünktlich zum 25. Turnierjubiläum sicherte sich der Ausrichter SV Leiwen-Köwerich zumindest einen kleinen Titelgewinn. Der Bezirksligist setzte sich gegen den FSV Tarforst durch.

Für den FSV Trier-Tarforst reichte es nach dem vierten Rang beim Dachdecker-Lauer-Cup auch beim Veltins-Cup nicht für einen Podiumsplatz. Beide Mannschaften hatten im Kampf um Platz drei einem Neunmeterschießen zugestimmt, welches letztlich der SV Leiwen-Köwerich mit 3:2 für sich entschied. Für den SVL war es seit Jahren der erste Erfolg im eigenen Turnier. Die Leiwener sicherten sich damit ein Preisgeld von 250,- Euro. Die Tarforster Höhenkicker verdienten sich trotz der Niederlage im Spiel um Platz drei noch 150,- Euro Preisgeld. 

Finale: TuS Schweich - SG Fidei 5:3 n.N.

Aller guten Dinge sind drei: Bezirksligist TuS Schweich schlug erneut zu und sicherte sich den dritten Hallentitel dieser Saison. In einem engen Spiel schlug man die Fidei vom Punkt.

Während andere Mannschaften lieber untätig in der Winterpause verweilen, stockte der TuS Mosella Schweich erneut das Mannschaftskonto auf. Der Grund: Man schnappte sich auch den Veltins-Cup und verdiente sich mit dieser Leistung ein Preisgeld von 1.000,- Euro. Im Finale gegen Überraschungsfinalist Fidei glückte den beiden Mannschaften in der regulären Spielzeit kein Tor. Erst im Neunmeterschießen fiel die Entscheidung. Hier behielten die nervenstarken Schweicher auch dank Torwart Martin Klar die Oberhand. Nach der 3:5-Niederlage musste sich die SGF mit dem zweiten Rang und 600,- Euro begnügen. Einen Extrapreis erhielt Fideis Philipp Gulden, der mit 22 Toren zum Toptorjäger des Turniers wurde. Auch ein Schweicher verdiente sich einen kleinen Bonus: Keeper Klar wurde von einer Jury zum besten Schlussmann des Veltins-Cups gekürt und darf sich über ein neues Paar Torwarthandschuhe freuen. 

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