Hochmotiviert ist der VfL Trier in dieses Match gegangen und lag früh in Führung, doch am Ende wurde es nochmals spannend. Nach 40 Minuten stand es bereits 4:1 für den VfL und alles sah nach einem klaren Heimsieg aus. Nach einem 4:1-Vorsprung wirkte die Abwehr der Hausherren jedoch ungewohnt wackelig und plötzlich war die SG Wincheringen wieder dran. Jedoch ohne Fortune, denn der VfL fand wieder zu seinem Spielwitz und siegte 4:3.

„Heute konnte man bei uns von Anfang an die positive Energie spüren“, sagte nicht etwa der Esotheriktrainer des VfL, sondern Coach Patrick Deutschen. Beide Teams verloren keine Zeit und gaben direkt Vollgas. Nach einem langen Ball von Moritz Kullmann erlief sich Michael Gerhardt den Ball, rannte an der gesamten Abwehr inklusive Torwart vorbei und es stand 1:0 für den VfL. Wincheringen wirkte keinesweges geschockt und wehrte sich. Keine vier Minuten später wurde dies belohnt und Sebastian Hein glich aus. „Wir haben uns durch den Ausgleichstreffer nicht aus der Bahn bringen lassen und hatten den Gegner im Griff“, sagte VfL-Coach Deutschen. In der 17. Minute wurde Christian Guth im Strafraum der SG Wincheringen zu Fall gebracht und es gab Strafstoß. Guth lief selbst an und traf zum 2:1 für den VfL. Fast die identische Szene gab es zehn Minuten später. Wieder wurde ein VfL-Akteur gefoult, dieses Mal erwischte es Michael Gerhardt, und wieder verwandelte Guth den fälligen Elfmeter zum 3:1 für die Hausherren. Kurz vor der Pause überrumpelte der VfL erneut die wackelige Defensive der Gäste: Tim Alexander Kvalem schlug einen langen Pass auf Michael Gerhardt, der den Turbo zündete und Abwehr sowie Torwart alt aussehen ließ – das 4:1 für den VfL! „Eigentlich war alles gut und wir haben schönen Fußball gespielt, aber durch zwei Dummheiten haben wir noch zwei Gegentore bekommen“, monierte Patrick Deutschen. Diese zwei Torheiten nutzte Daniel Gilweit in der 72. und 82. Minute zum 3:4. Obwohl es am Ende nochmals kurz spannend wurde, fand der VfL wieder in die Spur und brachte den Heimsieg über die Zeit. „Die Jungs sind hochmotiviert und es macht im Moment einfach Freude“; so Trainer Deutschen.

VfL Trier: Schilling – Rubsch, Lorenz, Britz (59. Bruder), Giloy – Kvalem, Guth, Neumann, Gerhardt (50. Schlarb) – Cullmann (67. Thyroke), Pickenhahn.

SG Wincheringen: da Silva Ladeiro (22. Bernhard) – Tritz, Mehic, Kohl (35. Strupp), Hurth – Loch, Willkomm (76. Hellner), Wolf, Hein – Gilweit, Gales.