Das Wichtigste vorweg: Die SG Ruwertal II wahrt nach dem hart erkämpften 3:2-Sieg in Gusenburg ihre Minichance auf den Aufstieg. Im Verfolgerduell musste Ruwertal lange Zeit einem Rückstand hinterherlaufen, drehte jedoch mit großer Moral und dem unbedingten Glauben an den Sieg das Spiel noch. Gusenburg dagegen hat sich nach der siebten Saisonniederlage aus dem Titelkampf endgültig verabschiedet.

Es war ein glücklicher, dank einer intakten Moral erzielter Arbeitssieg. Mark Stüttgen richtete dann ein Riesenkompliment an seine Mannschaft: „Wir haben nach dem Rückstand nie aufgegeben und uns mit großem Kampfgeist und hoher Laufbereitschaft wieder herangekämpft. Wichtig war, dass die Mannschaft immer an sich geglaubt hat und das Spiel drehen konnte. Das verdient allerhöchste Anerkennung.“ Denn Gusenburg erwies sich als das erwartet unbequeme und kampfstarke Team, welches früh den Gegner anlief und ein wirkungsvolles Pressing zeigte. Die ersten 20 Minuten entfachte der Tabellenvierte richtig viel Druck nach vorn und besaß auch drei, vier gute Gelegenheiten zur Führung, doch Ruwertals Torwart zeigte keine Schwächen. Trotz des bestehenden Pressings erzielte die SGR die Führung, als sich Max Tyrell einen Ball im Mittelfeld eroberte, dann in die Schnittstelle zu Kai Lieser passte und dieser nach Ausspielen des Torwarts locker einschieben durfte.

Gusenburg kam mit immensem Laufaufwand zurück und erzielte durch Dennis Barthen den Ausgleich. Die Hahn-Truppe befand sich nun in ihrer besten Phase und ging nach einem schönen Schuss von Moritz Koch folgerichtig in Führung – 2:1 (73.). Den Gästen lief die Zeit davon, doch fünf Minuten später stand den Ruwertalern auch Fortuna bei: Carlo Lentes hatte sich auf der rechten Seite durchgesetzt und zu Lieser geflankt. Der traf den Ball nicht voll und schoss den unglücklich postierten Simon Michels an – ein halbes Eigentor führte so zum 2:2. Anschließend scheiterte Lieser alleinstehend an Torwart Oliver Reis, Mike Pilzecker und Lukas Koster verzogen auch nur knapp. Doch vier Minuten vor dem Ende klappte es doch noch mit dem Toreschießen. Lieser setzte sich gegen drei Abwehrspieler durch, sodass Lentes keine Mühe mehr hatte, einzuschieben. „Wir hatten Gusenburg nicht so offensiv erwartet, sie haben früh gestört und sind kämpferisch voll auf der Höhe gewesen. Das war ein hartes Stück Arbeit“, resümierte SGR-Coach Mark Stüttgen erleichtert, der nun wieder leise hoffen darf.