Die SG Beuren hat ihre Hausaufgaben erledigt und den SV Gutweiler in einem anfangs körperbetonten und robusten Spiel mit 4:0 besiegt. Sämtliche Treffer entsprangen Standardsituationen, bei denen Gutweiler nicht im Bilde war. Während Gutweiler weiterhin nur auf Rang neun liegt, bleibt das Team aus Beuren und Bescheid in Lauerstellung zum Leader Thomm II. Der Abstand auf Rang drei wurde indes auf fünf Punkte ausgeweitet.

Trotz des vermeintlich klaren Ergebnisses sprach Beurens Spielertrainer Andre Weinberg von einem „harten Stück Arbeit. Es war ein sehr körperbetontes Spiel von beiden Seiten. Zunächst haben wir uns auch sehr schwer getan mit der destruktiven Spielweise von Gutweiler. Doch das Führungstor ist zum richtigen Zeitpunkt gefallen“. Beuren war über weite Strecken das dominante Team und hatte in einem Schuss von Andre Weinberg die erste gute Möglichkeit. Sein früherer Mehringer Teamkollege Patrick Jäckels köpfte anschließend knapp übers Tor. Doch nach einer halben Stunde war es soweit: Niko Hauprich verwandelte einen Handelfmeter sicher zum 1:0. Gutweiler wagte sich kaum einmal in des Gegners Hälfte und erspielte sich keine echte Torchance im ganzen Spiel. Es war nur eine Frage der Zeit für weitere Treffer. Der überragende Matchwinner Pascal Hoff ließ es mit einem 20-Meter-Freistoßtor krachen, ehe der gleiche Spieler nur fünf Minuten später das entscheidende 3:0 drauflegte. Denn nach Foul an Matthias Prim hatte Hauprich vom ominösen Punkt genau Maß genommen – 3:0 (60.). „Nach dem 3:0 war die Luft raus und die Härte nicht mehr so extrem. Danach spielten wir unsere spielerische Reife aus“, meinte Weinberg nach dem Spiel. Das vierte Tor nach einer Standardsituation fiel 20 Minuten vor Schluss, als Hoff nach einem Eckball von Jäckels per Kopf einnickte. „Wir sind durch einen unberechtigten Elfer gegen uns in Rückstand geraten, hatten aber auch keine eigenen Torchancen. Das war ausschlaggebend. Das Ergebnis ist zu hoch ausgefallen, weil Beuren kaum Chancen aus dem Spiel heraus hatte. Doch insgesamt muss man einschätzen, dass Beuren spielerisch besser war“, gestand SVG-Coach Jürgen Flesch.

SG Beuren: Molitor – Hemmes, Prim, Lauer, Schaneng (73. Trösch) – Hauprich (67. Becker), Weiler, T. Weinberg, Jäckels – A. Weinberg, Hoff (79. Steines).

SV Gutweiler: Dühr – Meyer, Flesch, Müller, Wick – Maßem (53. Kaufmann), Dietzen (68. Forstner), Kern (82. Diendorf), M. Schauerte – Clemens, D. Schauerte.